February 25, 2020 / 8:18 AM / 2 months ago

Weiter Kämpfe in Idlib - Keine Zeichen für Entspannung in Syrien

Turkish military vehicles are seen in Hazano near Idlib, Syria, February 11, 2020. REUTERS/Khalil Ashawi

Ankara/Amman (Reuters) - Die Bemühungen um eine Entspannung in der syrischen Krisenprovinz Idlib fruchten bisher nicht.

Die Kämpfe dort gingen am Dienstag weiter. Unterstützt vom türkischen Militär hätten syrische Aufständische den Ort Nairab eingenommen, erklärten Vertreter der türkischen Seite und der Rebellen. Es ist das erste Gebiet, dass die Kämpfer von den vorrückenden syrischen Regierungstruppen zurückeroberten. Auch diplomatisch zeichnet sich bisher keine Lösung ab. Der für kommende Woche anvisierte Syrien-Gipfel mit Deutschland, Frankreich, Russland und der Türkei sei noch nicht sicher, sagte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan. Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Russlands Staatschef Wladimir Putin seien sich untereinander noch nicht vollständig einig.

Als Termin für das Treffen ist der 5. März im Gespräch. Möglicherweise werde er sich dann mit Putin treffen, sagte Erdogan. Bei dem Treffen sollte es eigentlich um Wege gehen, wie der Konflikt in der umkämpften Provinz Idlib entschärft werden kann. Die Truppen des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad versuchen, nach fast zehn Jahren Krieg das letzte größere Rebellengebiet im Land mit russischer Luftunterstützung wieder unter ihre Kontrolle zu bekommen. Fast eine Million Syrer sind allein wegen der jüngsten Offensive auf der Flucht. Die Türkei unterstützt einige Rebellengruppen und ist auch selbst mit Soldaten in der Region präsent. Die Gewalt hat inzwischen ein solches Ausmaß angenommen, dass die Vereinten Nationen vor einem “Blutbad” warnen.

In türkischen Sicherheitskreisen hieß es, nach der Einnahme von Nairab sei das nächste Ziel der Ort Sarakeb. Dort trifft Syriens Nord-Süd-Autobahn, die die Großstädte Damaskus und Aleppo verbindet, auf eine Straße nach Westen ans Mittelmeer. Die Türkei hat in den vergangenen Jahren 3,7 Millionen Flüchtlinge aus dem syrischen Bürgerkrieg aufgenommen, inzwischen aber ihre Grenzen geschlossen. Seit Beginn des Aufstandes gegen Assad im März 2011 sind schätzungsweise 400.000 Menschen in Syrien getötet worden.

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