January 30, 2018 / 9:23 AM / 7 months ago

Insider - Giftgas-Proben deuten auf syrische Regierungsbestände hin

Den Haag (Reuters) - Wissenschaftler haben Insidern zufolge Verbindungen zwischen den syrischen Giftgasbeständen und dem bislang größten Sarin-Angriff in dem Land hergestellt.

A civil defence member breathes through an oxygen mask, after what rescue workers described as a suspected gas attack in the town of Khan Sheikhoun in rebel-held Idlib, Syria April 4, 2017. REUTERS/Ammar Abdullah TPX IMAGES OF THE DAY

Labors der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OVCW) verglichen Proben, die 2013 nach dem Angriff in einem Vorort der syrischen Hauptstadt Damaskus genommen wurden, mit dem Gas, das die syrischen Regierung 2014 zur Vernichtung an die Organisation übergeben hatte. Die Probe aus dem Ort Ghuta, wo durch den Saringas-Angriff Hunderte Menschen ums Leben kamen, weise dabei die gleichen “Markierungen” auf wie Proben aus zwei anderen Orten in Syrien, wo ebenfalls Giftgas eingesetzt worden sei, sagten zwei mit dem Vorgang vertraute Personen. Diplomaten bestätigten diese Ergebnisse.

Die Untersuchung der Proben aus den beiden anderen Ortschaften Chan al-Assal und Chan Scheichun waren Grundlage für einen Bericht der Vereinten Nationen und der OVCW vom Oktober, in dem die syrische Regierung für die Angriffe verantwortlich gemacht wurde. Die Ergebnisse zu der Attacke in Ghuta wurden damals nicht veröffentlicht, weil diese Untersuchung nicht Teil des Mandats war. Die OVCW lehnte eine Stellungnahme ab. Die syrische Regierung hat wiederholt zurückgewiesen, Giftgas eingesetzt zu haben, und stattdessen die Rebellen dafür verantwortlich gemacht. Auch Syriens Verbündeter Russland schreibt die Angriffe den Aufständischen zu.

Syriens Regierung und die Opposition verhandeln am Dienstag in der russischen Schwarzmeerstadt Sotschi über ein Ende des seit 2011 dauernden Bürgerkriegs. Der Start der Gespräche verlief jedoch holprig. Gegner von Syriens Präsident Baschar al-Assad hatten sich geweigert, den Flughafen zu verlassen, nachdem sie syrische Flaggen gesehen hatten. Allerdings nehmen die wichtigsten Oppositionsgruppen und westliche Staaten wie die USA, Großbritannien und Frankreich nicht an den Gesprächen teil.

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