January 29, 2018 / 2:01 PM / 7 months ago

Beobachter - Tote bei Luftangriffen auf Idlib in Syrien

Beirut (Reuters) - Bei Luftangriffen auf die Rebellen-Provinz Idlib im Nordwesten Syriens sind nach Angaben von Beobachtern seit Sonntag mindestens 33 Menschen getötet worden.

Syrian Army soldiers loyal to Syria's President Bashar al-Assad forces are seen in Idlib, Syria January 21, 2018. Picture taken January 21, 2018. SANA/Handout via REUTERS ATTENTION EDITORS - THIS PICTURE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. REUTERS IS UNABLE TO INDEPENDENTLY VERIFY THE AUTHENTICITY, CONTENT, LOCATION OR DATE OF THIS IMAGE. - RC19E0449630

Zuletzt war es auch in der von Aufständischen gehaltenen Enklave Ghuta östlich von Damaskus wieder zu Kämpfen gekommen. Dort sind Hunderttausende Zivilisten eingeschlossen und hungern. Das russische Militär forderte der Nachrichtenagentur Ria zufolge die syrische Regierung am Montag zu direkten Gesprächen mit ihren Gegnern über Ghuta auf. Das mit Präsident Baschar Al-Assad verbündete Russland hat zudem in den Schwarzmeer-Ort Sotschi zu Friedengesprächen eingeladen, die aber von der syrischen Opposition boykottiert werden.

Die meisten Opfer der Luftangriffe in Idlib habe es in dem Ort Sarakib an der Fernstraße nach Aleppo gegeben, meldete die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. In den Staatsmedien wurde gemeldet, die Armee habe ihre Kontrolle rund um den Luftwaffenstützpunkt Abu Al-Duhur ausgeweitet. Zusammen mit seinen Verbündeten hatte das syrische Militär die Basis unlängst von Rebellen zurückerobert.

Rettungskräfte in Idlib berichteten, dass mehrere Dörfer aus der Luft angegriffen worden seien. Ein Vertreter einer Bürgerwehr sprach von mehr als 35 Verletzten. Nach seiner Schilderung wurde zunächst ein Gemüsemarkt bombardiert. Unmittelbar danach sei ein Krankenhaus ins Visier genommen worden, in das gerade die Verletzten gebracht worden seien. Bei diesen Angriffen sei auch Klinikpersonal verletzt worden. Das Krankenhaus habe den Betrieb einstellen müssen. Die syrische Regierung hat wiederholt betont, sie greife nur Extremisten an, nicht aber zivile Einrichtungen wie Krankenhäuser.

Syrische und russische Streitkräfte hatten in den vergangenen beiden Monaten auch den Osten der Oase Ghuta verstärkt bombardiert. In dem Gebiet sind fast 400.000 Menschen eingeschlossen. Sie leiden den Vereinten Nationen (UN) zufolge unter der schwersten Hungersnot, die es in dem fast siebenjährigen Bürgerkrieg gegeben hat. Das russische Militär will laut einer Ria-Meldung die syrische Führung zu Gesprächen über Ghuta bewegen, damit Kranke aus der Zone gebracht werden können.

Im russischen Sotschi soll ab Dienstag ein neuer Versuch unternommen werden, den Syrien-Konflikt einer politischen Lösung näher zu bringen. Das russische Präsidialamt erklärte, der Boykott der syrischen Opposition werde die Konferenz nicht gefährden. Unter der Leitung des UN-Sonderbeauftragten für Syrien, Staffan de Mistura, soll dort eine neue Verfassung für das Bürgerkriegsland entworfen werden. Er werde die geplante Verfassungskommission leiten, berichtete die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf offizielle Unterlagen. Allerdings räumte ein Sprecher des russischen Präsidialamts ein, dass ein Durchbruch in nächster Zeit unwahrscheinlich sei.

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