October 22, 2019 / 2:26 PM / 24 days ago

Irak will aus Syrien abgezogene US-Truppen nicht im Land behalten

U.S. Defense Mark Esper speaks with U.S. troops in front of an F-22 fighter jet deployed to Prince Sultan Air Base in Saudi Arabia October 22, 2019. REUTERS/Idrees Ali

Bagdad/Prinz-Sultan-Luftwaffenstützpunkt (Reuters) - Der Irak will die aus Syrien abziehenden US-Truppen nicht längerfristig im Land dulden und widerspricht damit früheren Angaben des US-Verteidigungsministeriums.

Die Soldaten hätten keine Genehmigung zum Verbleib im Land und dürften sich dort nur zum Transit aufhalten, erklärte das irakische Militär am Dienstag. “Alle US-Truppen, die aus Syrien abgezogen sind, haben die Genehmigung zur Passage in die Region Kurdistan erhalten, um dann aus dem Irak abtransportiert zu werden”, heißt es in der Erklärung. “Die Soldaten haben keine Erlaubnis, im Irak zu bleiben.” Das US-Verteidigungsministerium hatte ursprünglich mitgeteilt, alle fast 1000 aus dem Norden Syriens abziehenden Soldaten sollten in den West-Irak verlegt werden, um dort den Kampf gegen die Extremistenmiliz IS fortzusetzen und bei der Verteidigung des Irak zu helfen. Die USA hatten mit dem Truppenabzug den Weg für den umstrittenen Militäreinsatz der Türkei gegen einen Kurden-Miliz in Nord-Syrien geebnet.

US-Verteidigungsminister Mark Esper sagte am Rande eines Besuchs in Saudi-Arabien, die amerikanischen Truppen sollten nicht langfristig im Irak bleiben. “Das Ziel ist nicht, endlos im Irak zu bleiben, das Ziel ist, die Soldaten abzuziehen und sie irgendwann heimzubringen”. Die Details seien noch nicht geklärt. Am Mittwoch werde er in Bagdad mit seinem irakischen Amtskollegen darüber sprechen. Bislang sind rund 5000 US-Soldaten im Irak stationiert, die einheimische Truppen ausbilden und helfen sollen, ein Wiedererstarken der IS-Miliz dort zu verhindern.

US-Präsident Donald Trump hatte kürzlich überraschend entschieden, die US-Soldaten aus dem Nordosten Syriens abzuziehen. Er erntete dafür scharfe Kritik auch aus der eigenen Partei, weil er damit den Weg frei machte für eine türkische Offensive gegen die Kurden-Miliz YPG. Die USA hatten die Miliz als Bodentruppe im Kampf gegen die IS-Islamisten eingesetzt und sie mit Waffen beliefert und ausgebildet. Trumps Kritiker werfen ihm vor, mit dem Abzug nicht nur die Verbündeten im Stich zu lassen, sondern auch den Kampf gegen den IS zu schwächen. Die Türkei betrachtet die YPG als Terror-Organisation.

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