April 30, 2019 / 5:44 AM / 21 days ago

Video zeigt angeblich IS-Chef Al-Baghdadi erstmals seit 2014

A bearded man with Islamic State leader Abu Bakr al-Baghdadi's appearance speaks in this screen grab taken from video released on April 29, 2019. Islamic State Group/Al Furqan Media Network/Reuters TV via REUTERS. THIS IMAGE HAS BEEN SUPPLIED BY A THIRD PARTY. THE AUTHENTICITY AND DATE OF THE RECORDING COULD NOT BE INDEPENDENTLY VERIFIED BY REUTERS. TPX IMAGES OF THE DAY - RC19D4526FC0

Kairo (Reuters) - Die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat am Montag ein Video veröffentlicht, das IS-Anführer Abu Bakr al-Baghdadi zeigen soll.

Der bereits mehrmals Totgesagte war das letzte Mal vor rund fünf Jahren in einem Video zu sehen gewesen, als er in der irakischen Stadt Mossul das inzwischen nicht mehr bestehende IS-Kalifat ausgerufen hatte. Die Echtheit und Datierung der nun veröffentlichten Videobotschaft konnten zunächst nicht überprüft werden. Der Mann ähnelt aber Al-Baghdadi, und er nimmt Bezug auf jüngste Ereignisse. So erklärt er, dass die Anschläge in Sri Lanka von Ostern die Antwort des IS auf Verluste der Miliz in ihrer letzten Bastion in Syrien gewesen seien.

Die der Extremistenmiliz nahestehende Al-Furkan-Mediengruppe veröffentlichte die etwa 18-minütige Video-Botschaft, in der der Bärtige im Schneidersitz zu mehreren Vermummten spricht. Er schwört dabei Rache für getötete und inhaftierte IS-Kämpfer. Der Mann trägt ein schwarzes Gewand und eine beigefarbene Weste. Zu Beginn des Videos wird der Film durch einen schriftlichen Hinweis auf April datiert.

Über das Schicksal Al-Baghdadis gab es in der Vergangenheit widersprüchliche Berichte. Seit 2014 waren zwar wiederholt Audiobotschaften veröffentlicht worden, die ihm zugeschrieben wurden - aber keine Filmaufnahmen. Zuletzt hieß es in Sicherheitskreisen, der Iraker halte sich in entlegenen Gebieten seines Heimatlandes oder Syriens versteckt.

Der IS kontrollierte bis 2017 große Teile Syriens und des Irak, gilt aber inzwischen als militärisch besiegt. Ende März hatten mit den USA verbündete Rebellen in Syrien die Herrschaft des IS über deren letzte Bastion Baghus formell für beendet erklärt. Zugleich warnten aber unter anderem die Regierungen Deutschlands und Frankreichs vor einer anhaltenden Bedrohung durch den IS. Nach der Anschlagsserie am Ostersonntag auf Kirchen und Hotels in Sri Lanka reklamierte der IS die Tat für sich.

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