July 4, 2018 / 1:48 PM / 15 days ago

Syrische Rebellen nennen Gespräche über Waffenruhe gescheitert

Amman/Beirut (Reuters) - Die Gespräche zwischen Russland und syrischen Rebellen über ein Ende der Kämpfe im Südwesten des Landes sind nach Angaben der Aufständischen gescheitert.

Internally displaced people from Deraa province sit on a truck loaded with belongings near the Israeli-occupied Golan Heights in Quneitra, Syria June 30, 2018. REUTERS/Alaa Al-Faqir

Ein Sprecher der Freien Syrischen Armee sagte der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch, die russische Seite habe darauf bestanden, dass die schweren Waffen abgegeben würden. Ein zweiter Sprecher erklärte dagegen, Russland habe die Abgabe aller derartiger Waffen auf einmal gefordert statt in Stufen. Die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete am Abend, die russische Luftwaffe habe erstmals sei vier Tagen wieder Angriffe auf Stellungen der Rebellen in der Region geflogen.

Von den Kämpfen ist insbesondere die Provinz Deraa betroffen. Neben einer Region im Nordwesten ist sie das letzte Gebiet, das nach sieben Jahren Bürgerkrieg teilweise noch von Aufständischen kontrolliert wird. Seit Mitte Juni haben Regierungstruppen mit Unterstützung der russischen Luftwaffe ihre Offensive verstärkt. Die Gespräche zwischen dem mit dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad verbündeten Russland und den Rebellen hatten am Samstag begonnen. Die Runde am Mittwoch sollte die letzte sein.

Die Kämpfe haben eine Massenflucht der Bevölkerung ausgelöst. Dem UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR zufolge drängen sich allein etwa 40.000 Menschen an der Grenze zum Nachbarland Jordanien, das bereits 650.000 Syrer als Flüchtlinge registriert hat. Die Regierung in Amman kündigte an, die Flüchtlinge in der Grenzregion vor Ort versorgen zu wollen. Dutzende Lastwagen stünden zur Lieferung von Hilfsgütern bereit, und man warte werde auf die Erlaubnis der syrischen Regierung dafür, sagte der jordanische Außenminister Aiman Safadi in Moskau. Die Situation im Südwesten Syriens sei besorgniserregend.

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