October 23, 2019 / 4:42 AM / a month ago

Russland und Türkei einig über Sicherheitszone in Syrien

Russian President Vladimir Putin (R) shakes hands with Turkish President Recep Tayyip Erdogan (L) during their joint news conference following Russian-Turkish talks in the Black sea resort of Sochi, Russia October 22, 2019. Sergei Chirikov/Pool via REUTERS

- von Darya Korsunskaya und Tuvan Gumrukcu

Sotschi/Moskau (Reuters) - Die Türkei und Russland haben sich auf einen Abzug der kurdischen YPG-Miliz aus der syrischen Grenzregion geeinigt.

Die nach sechsstündigen Gesprächen zwischen den Präsidenten Wladimir Putin und Recep Tayyip Erdogan am Dienstag in Sotschi getroffene Vereinbarung sieht faktisch eine Verlängerung der jüngsten Feuerpause um sechs Tage vor. Ab Mittwoch sollen zunächst syrische Grenzpolizisten und russische Feldjäger dafür sorgen, dass keine YPG-Kämpfer sich in einem 30 Kilometer breiten Grenzstreifen aufhalten. Nach sechs Tagen sollen dann russische und türkische Einheiten gemeinsam einen zehn Kilometer langen Streifen patrouillieren.

Durch die Einigung kehren syrische Sicherheitskräfte in ein Gebiet zurück, das jahrelang von der kurdischen Miliz und den damals verbündeten US-Soldaten kontrolliert wurde. Allerdings hatte US-Präsident Donald Trump vor etwa zwei Wochen den Abzug der amerikanischen Soldaten angekündigt. Die Türkei hatte daraufhin eine Offensive in Nordsyrien begonnen. Eine von der US-Regierung ausgehandelte Feuerpause sollte am Dienstagabend auslaufen. Das neue Abkommen mit Russland sieht nun vor, dass sich die YPG aus einem Grenzstreifen zurückziehen soll, der fast drei Mal so groß ist wie der in der amerikanisch-türkischen Vereinbarung festgelegte. Er umfasst fast das gesamte von der Türkei für eine Sicherheitszone beanspruchte Gebiet.

Die Türkei bezeichnet die YPG als eine terroristische Vereinigung. Der Nato-Verbündete USA hatte dagegen zusammen mit den Kurden gegen die Extremisten-Miliz Islamischer Staat (IS) in Syrien gekämpft. Trumps Ankündigung zum Abzug der Truppen war in den USA auf scharfe Kritik gestoßen.

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