February 28, 2019 / 12:39 PM / 23 days ago

Massengrab mit Dutzenden mutmaßlichen Jesiden in Syrien entdeckt

A member of Syrian Democratic Forces (SDF) stands on a pick up truck mounted with a weapon near Baghouz, Deir Al Zor province, Syria February 11, 2019. REUTERS/ Rodi Said

Deir al-Sor (Reuters) - In dem von der syrischen Miliz SDF zurückeroberten Teil der letzten IS-Enklave Baghus ist ein Massengrab mit Dutzenden Toten entdeckt worden.

Bei den Opfern handelt es sich nach Angaben eines SDF-Kommandeurs vermutlich um Jesiden. “Sie wurden niedergemetzelt”, sagte Adnan Afrin von den von den USA unterstützten Syrischen Demokratischen Streitkräften (SDF) am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Die meisten Opfer seien enthauptet worden.

Baghus liegt an der Grenze zum Irak und war das letzte größere besiedelte Gebiet in Syrien, das der IS noch unter seiner Kontrolle hatte. Die Jesiden sind eine religiöse Minderheit im Irak. Tausende von ihnen wurden getötet oder gefangengenommen und versklavt, als der IS 2014 das Sindschar-Gebirge und die Umgebung unter seine Kontrolle brachte. Das von den Vereinten Nationen (UN) als Völkermord bezeichnete Vorgehen des IS gegen die Jesiden hatte die USA veranlasst, mit Luftangriffen in die Kämpfe gegen die Dschihadisten einzugreifen. Der IS hatte 2014 weite Teile des Iraks sowie Syriens eingenommen und über die Staatsgrenzen hinweg ein Kalifat ausgerufen. Seit 2017 wurde er aus immer mehr Gebieten verdrängt. Auch im Nordirak wurden nach der Vertreibung des IS Massengräber mit Jesiden gefunden.

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