October 22, 2019 / 10:16 AM / in a month

Russland will deutschen Vorschlag zu Sicherheitszone in Syrien prüfen

A Russian state flag flies at half-mast on the roof of the State Hermitage Museum, as museum officials express solidarity with France after the fire at Notre-Dame Cathedral, in Saint Petersburg, Russia April 16, 2019. REUTERS/Anton Vaganov

Moskau (Reuters) - Russland will den deutschen Vorschlag für eine international kontrollierte Sicherheitszone im Norden Syriens prüfen.

Das sei eine neue Idee, sagte der Sprecher des russischen Präsidialamtes, Dmitri Peskow, am Dienstag. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat vorgeschlagen, in Nord-Syrien eine international kontrollierte Sicherheitszone unter Einbeziehung der Türkei und Russlands einzurichten. Auf diese Weise sollten der Kampf gegen die radikal-islamische IS-Miliz wieder aufgenommen und die Region so stabilisiert werden, dass ein ziviler Aufbau und eine freiwillige Rückkehr von Flüchtlingen möglich seien.

Der russische Präsident Wladimir Putin und sein türkischer Amtskollege Recep Tayyip Erdogan wollten im Laufe des Tages im russischen Sotschi über die Lage in Syrien beraten. Die russische Regierung erhoffe sich davon mehr Informationen über die Pläne der Türkei für den Norden des Landes, sagte Präsidialamtssprecher Peskow. Russland ist der wichtigste Verbündete des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad.

Aus türkischen Sicherheitskreisen verlautete, die beiden Präsidenten würden unter anderem über den weiteren Abzug der Kurden-Miliz YPG aus dem Nordosten Syriens beraten. Es werde erwartet, dass die Miliz sich zunächst aus einem 120 Kilometer langen Streifen an der türkisch-syrischen Grenze zurückziehen werde. Dies sei Teil der zwischen Türkei und USA vereinbarten Waffenruhe, die an diesem Dienstagabend endet. Über den restlichen Abzug würden Erdogan und Putin beraten, hieß es weiter. Die Türkei will eine sogenannte Sicherheitszone jenseits ihrer Südgrenze auf syrischem Territorium errichten. Sie soll 30 Kilometer breit sein und sich über rund 440 Kilometer erstrecken. Durch ihre “Quelle des Friedens” genannte Offensive will die Türkei die YPG, die sie als Terror-Organisation erachtet, aus dem Gebiet vertreiben. Der Militäreinsatz ist international höchst umstritten.

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