September 5, 2018 / 4:23 PM / in 18 days

Russland ruft zum gemeinsamen Kampf gegen Nusra-Front in Idlib auf

Moskau (Reuters) - Russland hat zum gemeinsamen Kampf gegen die extremistische Nusra-Front in der letzten Rebellen-Hochburg Idlib im Nordwesten Syriens aufgerufen.

FILE PHOTO: Members of al Qaeda's Nusra Front carry their weapons as they move towards their positions during an offensive to take control of the northwestern city of Ariha from forces loyal to Syria's President Bashar al-Assad, in Idlib province May 28, 2015. The Syrian army has pulled back from the northwestern city of Ariha after a coalition of insurgent groups seized the last city in Idlib province in northwestern Syria near the Turkish border that was still held by the government. REUTERS/Ammar Abdullah/File Photo

Andere Staaten seien aufgefordert, diese Kämpfer von den übrigen Rebellengruppen in der Provinz zu trennen, teilte das Außenministerium am Mittwoch in einer Stellungnahme mit. Russland, das den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad im Kampf gegen die Aufständischen unterstützt, werde seiner Pflicht bei der Befreiung Idlibs nachkommen, hieß es in der Stellungnahme. Es sei Russlands Pflicht, mit dem Kampf gegen Terroristen in Syrien bis zu deren “vollständiger und endgültiger Liquidierung” fortzufahren. Andere Staaten sollten dies unterstützen und nicht behindern. Ein Friede mit Terroristen sei für Russland nicht hinnehmbar.

Bereits am Dienstag hatte die russische Luftwaffe nach Angaben des Verteidigungsministeriums Waffen- und Munitionslager der Nusra-Front ins Visier genommen worden. Diese Gruppe, ein früherer Ableger der Al-Kaida, hat sich in Tahrir al-Scham umbenannt und ist die schlagkräftigste Rebelleneinheit in Idlib. Die Vereinten Nationen (UN) stufen sie als Terrororganisation ein. Andere Rebellengruppen, die weit von einer Einigkeit entfernt sind, haben sich zu der neuen Allianz Nationale Befreiungsfront zusammengeschlossen, die von der Türkei unterstützt wird.

Vor der erwarteten Offensive der syrischen Regierungstruppen gegen Idlib hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan vor einem Massaker gewarnt. Das Außenministerium in Moskau erklärte, das Vorgehen Russlands stehe im Einklang mit multilateralen Vereinbarungen zur Vertreibung der Extremisten. Mit der Türkei arbeite man eng zusammen, um zivile Opfer zu vermeiden. Am Freitag wollen Erdogan, Russlands Staatschef Wladimir Putin und der iranische Präsident Hassan Ruhani in Teheran über die Lage in Idlib beraten.

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