February 14, 2020 / 8:16 AM / in 13 days

Außenminister von Russland und Türkei beraten in München über Syrien

Russia's Foreign Minister Sergey Lavrov and Venezuela's Vice President Delcy Rodriguez (not pictured) address the media after a meeting with Venezuela's President Nicolas Maduro at the Miraflores Palace in Caracas, Venezuela February 7, 2020. REUTERS/Manaure Quintero

Moskau (Reuters) - Der russische Außenminister Sergej Lawrow und sein türkischer Kollege Mevlüt Cavusoglu kommen am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz zu Beratungen über den Syrien-Konflikt zusammen.

Das Treffen solle am Sonntag stattfinden, meldete die russische Nachrichtenagentur Interfax am Freitag. Das Verhältnis zwischen Russland und der Türkei ist gespannt, sie unterstützen in der nordwestsyrischen Provinz Idlib gegnerische Seiten.

Dort rückt die Armee des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad mit Unterstützung der russischen Luftwaffe gegen die Rebellen vor. Die Türkei unterstützt einige der Rebellengruppen, die gegen Assads Soldaten kämpfen. Durch die Entwicklung wird auch die von Russland und der Türkei vereinbarte Waffenruhe ausgehebelt.

Beim Vormarsch der syrischen Regierungstruppen auf die letzte Rebellen-Hochburg wurden nach Angaben der Regierung in Ankara auch mehrere türkische Soldaten getötet. Die Türkei unterhält in der Region 13 Beobachtungsposten. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat mit massiver Vergeltung gedroht, sollte auch nur ein weiterer türkischer Soldat verletzt werden. Außerdem werde die Türkei die vorgerückten syrischen Soldaten wieder hinter die Linie der Beobachtungszone zurückdrängen, sollten sie sich nicht freiwillig zurückziehen.

In der Provinz Idlib halten sich mehrere Rebellengruppen auf, darunter islamistische und nationalistische Extremisten. Die Gruppen waren zum Teil lange verfeindet, schließen jetzt aber die Reihen. Die Türkei hat gedroht, ihr Militär gegen Rebellen einzusetzen, die die Waffenruhe brechen. Russland aber wirft der Türkei vor, sie habe die Rebellen nicht ausgeschaltet, wie dies die Vereinbarung von 2018 über eine De-Eskalationszone in der Region vorsehe.

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