October 16, 2019 / 9:03 AM / a month ago

Russland dringt auf Vereinbarung zwischen Kurden und Syrien

Russian President Vladimir Putin speaks during a joint news conference with Turkish President Tayyip Erdogan and Iranian President Hassan Rouhani in Ankara, Turkey, September 16, 2019. Pavel Golovkin/Pool via REUTERS

Moskau (Reuters) - Russland dringt auf eine Vereinbarung zwischen der syrischen Regierung und den Kurden über die Sicherheit im Nordosten des Landes.

Zugleich gab Außenminister Sergej Lawrow am Mittwoch den Europäern und den USA eine Mitverantwortung für den Konflikt in der Region. Das Verhalten der westlichen Koalition treibe die syrischen Kurden zum Separatismus, sagte Lawrow der Nachrichtenagentur RIA zufolge in Sotschi am Schwarzen Meer. Vor einer Woche hatte die Türkei ihre Offensive gegen die Kurden-Miliz YPG begonnen, die das von den USA bislang unterstützte Rebellenbündnis SDF anführt. Der Abzug der US-Soldaten von zwei Beobachterposten im Nordosten Syriens hatte den Weg frei gemacht für den Angriff. Die USA haben auch den Abzug der restlichen 1000 Soldaten aus Nordsyrien angekündigt.

Lawrow sagte, die türkische Offensive habe es mehreren Kämpfern der radikal-islamischen IS-Miliz ermöglicht, aus von den Syrischen Demokratischen Streitkräften (SDF) bewachten Gefangenenlagern zu fliehen. Nun könnten sie sich in alle Welt zerstreuen.

Die Türkei will auf syrischem Boden eine 30 Kilometer breite sogenannte Sicherheitszone errichten und die Kurden-Miliz YPG zum Abzug aus dem Gebiet zwingen. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan betrachtet die YPG als Ableger der in der Türkei verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK und damit als Terrororganisation. Die türkische Militäroffensive stößt international auf Kritik. Forderungen der EU, den Vormarsch sofort zu beenden, wies Erdogan ebenso zurück wie den von US-Präsident Donald Trump verlangten Waffenstillstand. Die Türkei werde niemals eine Waffenruhe ausrufen, US-Sanktionen bereiteten ihm keine Sorgen, sagte Erdogan. Er werde auch weiterhin “nicht mit einer terroristischen Organisation” verhandeln.

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