April 21, 2012 / 9:06 AM / 7 years ago

UN-Beobachter in der Rebellenhochburg Homs

A girl flashes victory signs during a protest against Syria's President Bashar al-Assad after Friday prayers in Talbiseh, near Homs April 20, 2012. REUTERS/Shaam News Network/Handout (SYRIA - Tags: CIVIL UNREST POLITICS) FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS. THIS IMAGE HAS BEEN SUPPLIED BY A THIRD PARTY. IT IS DISTRIBUTED, EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS

New York/Beirut (Reuters) - Beobachter der Vereinten Nationen (UN) haben am Samstag die syrische Rebellenhochburg Homs besucht.

Nur wenige Stunden vor der Abstimmung des Sicherheitsrats über die Entsendung von bis zu 300 unbewaffneten Militärbeobachtern empfing der Gouverneur der umkämpften Stadt die Vorausdelegation, sagte ein UN-Sprecher. Anschließen besichtigten die internationalen Beobachter mehrere Viertel von Homs.

Kurz vor Eintreffen der UN-Mitarbeiter hat die syrische Armee nach Angaben der Opposition den Beschuss der Stadt eingestellt. Es sei die erste Feuerpause seit mehreren Wochen. Die Aktivisten werfen der Regierung vor, sie wolle so die Einhaltung der vom UN-Gesandten Kofi Annan vermittelten Waffenruhe vortäuschen. Die Angriffe würden fortgesetzt, sobald die UN-Beobachter Homs den Rücken kehren.

Um 17.00 Uhr (MESZ) soll der Sicherheitsrat über die Resolution zur Entsendung der Beobachter nach Syrien entscheiden. Die Delegationen verständigten sich am Freitagabend auf einen entsprechenden Text. Die Beobachter sollen die Einhaltung des Friedensplans überwachen. Derzeit ist nur die kleine Vorausdelegation in Syrien.

Annan hatte sich am Freitag enttäuscht über die Entwicklung in dem noch immer von Gewalt erschütterten Land gezeigt. Der von ihm im Auftrag der UN und der Arabischen Liga vermittelte Waffenstillstand sei sehr brüchig. Täglich würden weiterhin Menschen getötet.

Syrien hatte sich am Donnerstag mit den Vereinten Nationen (UN) im Grundsatz auf einen internationalen Beobachtereinsatz verständigt. Seit 13 Monaten geht Präsident Baschar al-Assad mit großer Härte gegen Aufständische vor. Trotz des Waffenstillstandes beschießt die Armee weiter Oppositionshochburgen wie Homs, Hama, Idlib und Deraa. Allein in den vergangenen Tagen waren syrischen Menschenrechtlern zufolge Dutzende Menschen bei Übergriffen getötet worden. Am Freitag meldete das syrische Staatsfernsehen den Tod von zehn Sicherheitskräften, die bei einem Bombenanschlag im Süden des Landes ums Leben gekommen seien.

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