July 22, 2018 / 11:57 AM / 5 months ago

Hunderte Zivilschutz-Helfer aus Syrien in Sicherheit gebracht

Members of the Civil Defence rescue children after what activists said was an air strike by forces loyal to Syria's President Bashar al-Assad in al-Shaar neighbourhood of Aleppo, Syria June 2, 2014. REUTERS/Sultan Kitaz/File Photo

Jerusalem/Amman (Reuters) - Israelische Soldaten haben Hunderte Mitglieder der syrischen Hilfsorganisation Weißhelme und Angehörige aus dem umkämpften Südwesten des Bürgerkriegslandes in Sicherheit gebracht.

Die Armee teilte mit, sie habe am Sonntag einen Einsatz zur Rettung der Mitglieder einer Zivilschutzorganisation und deren Familien abgeschlossen. Ihre Leben seien unmittelbar bedroht gewesen. Sie wurden nach Jordanien gebracht. Das dortige Außenministerium teilte mit, das Königreich habe den UN die Genehmigung erteilt, über Jordanien etwa 800 syrische Zivilschutzhelfer in westliche Staaten umzusiedeln. Einige von ihnen sollen in Deutschland unterkommen, wie Bundesaußenminister Heiko Maas bestätigte.

Großbritannien, Deutschland und Kanada sagten nach jordanischen Angaben zu, dass die Betroffenen innerhalb von drei Monaten umgesiedelt würden. Die Helfer seien nach der Eroberung von südsyrischen Rebellengebieten durch die syrische Armee geflohen. Die Weißhelme sind eine syrische Rettungsorganisation, der nach eigener Darstellung knapp 4000 Freiwillige angehören. Ihr wird die Rettung Zehntausender Menschen zugeschrieben.

Die “Bild” berichtete ohne Angabe von Quellen, Deutschland werde rund 50 der Flüchtlinge aufnehmen. Vom zuständigen Bundesinnenministerium war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. “Mit dem Vormarsch des Regimes droht vielen Weißhelmen nun Gefahr für Leib und Leben”, sagte Maas der “Bild”. Es sei ein Gebot der Menschlichkeit, dass viele von ihnen nun Schutz und Zuflucht fänden - “einige davon auch in Deutschland”. Das Auswärtige Amt hat die Weißhelme seit 2016 mit zwölf Millionen Euro unterstützt.

Die syrische Armee geht in dem an Jordanien und Israel angrenzenden Südwesten seit Juni mit russischer Unterstützung verstärkt gegen Aufständische vor. Nachdem die Rebellen in der Provinz Deraa faktisch geschlagen wurden, dringen die Streitkräfte auf die benachbarte Region Kuneitra vor und damit in Richtung der von Israel besetzten Golanhöhen.

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