May 21, 2011 / 11:09 AM / in 8 years

Erneut Tote und Verletzte bei Protesten in Syrien

Protesters gather during a demonstration in the southern town of Nawa, near Deraa April 27, 2011. REUTERS/Handout

Amman (Reuters) - Bei den jüngsten Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften in Syrien hat es wieder viele Tote und Verletzte gegeben.

Menschenrechtler sprachen in ihrer Bilanz der Auseinandersetzungen nach den Freitagsgebeten von 44 getöteten Oppositionellen. Die amtliche Nachrichtenagentur Sana machte am Samstag bewaffnete Gruppen für den Tod von 17 Zivilisten, Polizisten und anderen Sicherheitskräften verantwortlich. Die Täter hätten die Anweisung der Regierung an die Polizeikräfte, das Leben von Zivilisten zu schonen, für ihre Ziele missbraucht.

Über die Hälfte der Toten meldete die Nationale Organisation für Menschenrechte aus der Provinz Idlib im Nordwesten des Landes. Dort seien am Freitag Panzer gegen die Demonstranten eingesetzt worden. Viele Opfer gab es der Gruppe Syrian Observatory for Human Rights zufolge in den Städten Homs und Maaret al-Numan. Die Anwältin Rasan Saituna berichtete, auch in das südlich von Aleppo gelegene Maarat al-Numan seien Panzer eingerückt. Augenzeugen zufolge gingen Zehntausende Regierungsgegner im ganzen Land nach den Freitagsgebeten auf die Straße, unter anderem auch in der Hauptstadt Damaskus.

In der Küstenstadt Banias gab es Aktivisten zufolge die größte Kundgebung seit Beginn des Volksaufstands vor rund neun Wochen. In Hama hätten sich insgesamt 20.000 Menschen den Protesten angeschlossen. Eine Prüfung der Angaben war nicht möglich, da unabhängige Journalisten des Landes verwiesen wurden. “Das Töten muss aufhören”, forderte Observatory-Chef Rami Abdelrahman im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters. “Es müssen unabhängige Beobachter ins Land gelassen werden.”

Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen sind bei den seit Wochen anhaltenden Demonstrationen für demokratische Reformen bislang mindestens 800 Menschen getötet worden. Die Regierung in Damaskus beschuldigt bewaffnete Gruppen, hinter den seit Mitte März andauernden Protestaktionen gegen den autoritär regierenden Präsidenten Baschar al-Assad zu stecken. US-Präsident Barack Obama hatte ihn am Donnerstag aufgefordert, Reformen auf den Weg zu bringen oder zurückzutreten.

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