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Weltnachrichten

Erdogan - EU lässt sich von Griechenland und Zypern erpressen

FILE PHOTO: Turkish President Tayyip Erdogan talks to the media after attending Friday prayers in Istanbul, Turkey, August 7, 2020. REUTERS/Murad Sezer

Istanbul (Reuters) - Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die Beschlüsse des EU-Gipfels von vergangener Woche scharf kritisiert.

In einer Video-Schalte mit Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte Erdogan nach Angaben seines Büros am Dienstag, die EU-Staaten hätten sich “der Erpressung ergeben”, die von Griechenland und Zypern ausgegangen sei. Die Beschlüsse der Staats- und Regierungschefs seien nicht ausreichend, um die Beziehungen zwischen der Europäischen Union und der Türkei zu verbessern. Im Abschlussdokuments des Gipfels vom Freitag hält die EU die Sanktionsdrohung gegen die Türkei aufrecht. Hintergrund ist ein Streit zwischen dem Land und den EU-Mitgliedern Griechenland und Zypern um Gasvorkommen im östlichen Mittelmeer.

Merkel hatte in einer Pressekonferenz am Freitag gesagt, die EU-Staaten unterstützten “die berechtigten Anliegen von Griechenland und Zypern”. Es sei aber auch klar, dass die EU einen “konstruktiven Dialog” mit der Regierung in Ankara suche und ein gutes Verhältnis zur Türkei wolle.

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