February 12, 2020 / 10:58 AM / 4 months ago

Erdogan droht syrischem Militär mit massiver Vergeltung

Turkey's President Recep Tayyip Erdogan leaves after the Global Refugee Forum at the United Nations in Geneva, Switzerland, December 17, 2019, REUTERS/Denis Balibouse

Ankara/Moskau (Reuters) - Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan droht der Regierung in Damaskus mit massiver Vergeltung, sollten in Syrien erneut türkische Soldaten angegriffen werden.

Die Türkei sei entschlossen, die syrischen Regierungstruppen bis Ende Februar hinter die Linie der insgesamt zwölf türkischen Beobachtungsposten in der nordwestlichen Provinz Idlib zurückzutreiben, sagte Erdogan am Mittwoch in Ankara. Sollten Truppen von Präsident Baschar al-Assad erneut türkische Soldaten attackieren, werde die Türkei zurückschlagen - am Boden oder aus der Luft. Die verbündeten Rebelleneinheiten in Idlib rief Erdogan auf, keinen Anlass für einen syrischen Angriff zu geben. Die Assad-Truppen rücken rasch in Idlib vor, wo die teils islamistischen Aufständischen in dem seit neun Jahren währenden Bürgerkrieg ihre letzte Hochburg haben.

Am Dienstag hatten die in Idlib stationierten türkischen Truppen einen Gegenangriff gestartet, nachdem durch syrische Angriffe in den vergangenen zehn Tagen 13 türkische Soldaten getötet worden waren. “Wenn nur einer unserer Soldaten in den Beobachtungsposten oder anderswo auch nur leicht verletzt wird, dann werden wir die Streitkräfte des Regimes überall angreifen, unabhängig von den Grenzen Idlibs oder der Vereinbarung von Sotschi”, drohte Erdogan. Er bezog sich auf das 2018 in Russland getroffene Waffenstillstandsabkommen.

Am Dienstag brachten syrische Truppen die strategisch wichtige Fernstraße M5 zwischen Aleppo und Damaskus unter ihre Kontrolle, die seit 2012 von Rebellen beherrscht wurde. Von der Türkei unterstützte Rebellen starteten daraufhin einen Gegenangriff und rückten auf die Stadt Nairab vor.

Russland unterstützt Assads Soldaten beim Vormarsch in Idlib mit seiner Luftwaffe, wodurch die Spannungen mit der Türkei sich erheblich verschärft haben. Erdogan und der russische Präsident Wladimir Putin sprachen am Telefon über die Lage. Beide seien sich einig gewesen, dass die russisch-türkischen Vereinbarungen zu Syrien eingehalten werden müssten, teilte das Präsidialamt in Moskau mit.

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