July 27, 2018 / 12:31 PM / 24 days ago

Regierungskreise - Türkei erwägt neue Impulse für Wirtschaft

Ankara (Reuters) - Die Türkei zieht Regierungskreisen zufolge weitere Wachstumsimpulse für die Wirtschaft in Betracht.

Liberian-flagged container ship YM Increment, operated by Yang Ming Marine Transport Corporation, sails in the Bosphorus, on its way to the Black Sea, in Istanbul, Turkey July 25, 2018. REUTERS/Murad Sezer

Damit solle gegen einen drohenden Abschwung vorgegangen werden, sagten zwei Regierungsvertreter am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. “Gewisse Schritte könnten unternommen werden, um ein höheres Wachstum zu erzielen. Das Thema steht auf der Tagesordnung”, sagte einer von ihnen ohne Details zu nennen. Dies könnte Befürchtungen befeuern, wonach die Türkei die Haushaltsdisziplin weiter lockern könnte. Das Land hat im vergangenen Jahr eine Steigerung des Bruttoinlandsprodukts von 7,4 Prozent verzeichnet. Für die nächsten Quartale sagen Experten allerdings ein Schrumpfen der Wirtschaftsleistung voraus.

Trotz des kräftigen Wachstums in den vergangenen Jahren, das auch durch Investitionen in Straßen oder Krankenhäuser getrieben wurde, gilt das Vertrauen internationaler Investoren in die Türkei als erschüttert. Dies liegt unter anderem am wachsenden Einfluss von Präsident Recep Tayyip Erdogan auf die eigentlich unabhängige Zentralbank. Dies setzt die Landeswährung Lira unter zusätzlichen Druck. In diesem Jahr hat sie im Vergleich zum Dollar ein Fünftel ihres Werts verloren. Zugleich ist die Inflationsrate auf über 15 Prozent gestiegen, der höchste Wert seit 14 Jahren.

Zusätzlicher Druck auf die Lira kam am Freitag von US-Präsident Donald Trump, der per Twitter “große Sanktionen” androhte, wenn die Türkei Pastor Andrew Brunson nicht freilasse. Die türkischen Behörden werfen dem Geistlichen vor, eine Gruppe unterstützt zu haben, die in den gescheiterten Putsch von 2016 verwickelt ist. Brunson, der seit 21 Monaten in Gewahrsam ist und unter Hausarrest gestellt werden soll, wies den Vorwurf zurück. Ihm drohen bis zu 35 Jahre Haft.

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