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Weltnachrichten

Polizei geht mit Tränengas gegen Demonstranten in Thailand vor

Demonstrators use inflatable rubber ducks as shields to protect themselves from water cannons during an anti-government protest as lawmakers debate on constitution change, outside the parliament in Bangkok, Thailand, November 17, 2020. REUTERS/Athit Perawongmetha

Bangkok (Reuters) - In Thailand ist die Polizei mit Tränengas und Wasserwerfern gegen regierungskritische Demonstranten vorgegangen.

Mehrere Menschen wurden verletzt, als die Beamten am Dienstag versuchten, die Menschen vom Parlamentsgebäude zurückzudrängen. “Das ist brutal”, sagte ein 31-Jähriger der Protestgruppe FreeYouth Reuters. Das Erawan Medical Center in Bangkok teilte mit, dass fünf Personen wegen des Tränengases ins Krankenhaus eingeliefert worden seien und andere vor Ort behandelt wurden. Hunderte Demonstranten forderten Änderungen an der Verfassung, die auf eine Militärregierung zurückgeht. Daneben verlangen sie den Rücktritt von Ministerpräsident Prayuth Chan-ocha, dem ehemaligen Chef der Militärjunta, und eine Begrenzung der Macht von König Maha Vajiralongkorn.

Bevor die regierungskritischen Demonstranten das Parlamentsgebäude erreichten, kamen dort Hunderte Anhänger des Königs zusammen, die sich gegen Reformen aussprachen. “Änderungen an der Verfassung werden zur Abschaffung der Monarchie führen”, sagte ihr Anführer Warong Dechgitvigrom.

In Thailand kommt es seit Juli immer wieder zu Demonstrationen, die zunehmend Kritik an der Rolle des Königs äußern. Sie werfen ihm vor, er habe dazu beigetragen, dass das Militär die Politik des Landes seit Jahrzehnten dominiere. Der König hatte einen Großteil des Jahres in Deutschland verbracht. Kritik an der Monarchie ist in Thailand allerdings ein Tabu-Bruch: Majestätsbeleidigung wird mit bis zu 15 Jahren Haft bestraft.

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