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Weltnachrichten

Tausende Äthiopier fliehen vor Kämpfen in den Sudan

Ethiopia's Prime Minister Abiy Ahmed makes a statement on his official Facebook page, in Addis Ababa, Ethiopia, November 8, 2020, in this still image taken from a social media video. Office of the Prime Minister- Press Secretariat/via REUTERS THIS IMAGE HAS BEEN SUPPLIED BY A THIRD PARTY. NO RESALES. NO ARCHIVES

Nairobi (Reuters) - Im zunehmend eskalierenden Bürgerkrieg in Äthiopien sind Tausende Menschen in den benachbarten Sudan geflohen.

Die Vereinten Nationen sprachen nach Reuters-Informationen am Mittwoch von 6000 bis 7000 Menschen, die die Region Tigray im Norden des Landes wegen der anhaltenden Kämpfe bereits Richtung Grenze verlassen haben. “Die Zahl steigt rund um die Uhr”, sagte Alsir Khaled von der Sudanesischen Flüchtlingskommission. In Tigray liefern sich Regierungstruppen einen Konflikt mit der dort regierenden Tigray Volksbefreiungsfront (TPLF). Wegen der Eskalation wachsen auch Befürchtungen, dass nicht nur Äthiopien mit seinen 110 Millionen Bewohnern, sondern die gesamte Region am Horn von Afrika destabilisiert werden könnte.

“Wir werden nicht ruhen, bis diese Junta ihre gerechte Strafe erhält”, erklärte Ministerpräsident Abiy Ahmed am Dienstagabend per Twitter mit Blick auf die Regionalregierung in Tigray. Bei dem Konflikt geht es um ethnische Spannungen zwischen den Tigrayern, die das Land über Jahrzehnte kontrolliert hatten, und den Oromo, der größten ethnischen Gruppe des Landes, der auch Abiy angehört. Abiy ist seit April 2018 Ministerpräsident. Der von ihm gebildeten Einheitsregierung trat die TPLF seinerzeit nicht bei. Die Spannungen nehmen seit September zu, als in Tigray gewählt wurde, was die Zentralregierung als illegal bezeichnete.

Abiy war für seine Bemühungen um eine Aussöhnung mit dem benachbarten Eritrea 2019 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden. Er hat Äthiopien zudem wirtschaftlich und politisch geöffnet, die ethnischen Spannungen aber nicht in den Griff bekommen.

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