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Weltnachrichten

Führung von Tigray stemmt sich gegen äthiopische Militäroffensive

Ethiopians who fled the ongoing fighting in Tigray region, arrive to be processed for emergency food and logistics support by the World Food Program in Hamdait village on the Sudan-Ethiopia border in eastern Kassala state, Sudan November 17, 2020. Picture taken November 17, 2020. World Food Program/Handout via REUTERS

Addis Abeba (Reuters) - In der umkämpften äthiopischen Region Tigray stemmt sich die örtliche Führung gegen die Militäroffensive der Zentralregierung.

Sie werde sich nicht ergeben, erklärte die Regionalregierung am Mittwoch. “Das Volk von Tigray wird niemals niederknien.” Vielmehr werde die vor zwei Wochen begonnene Offensive der Regierungstruppen zurückgeschlagen. “Tigray ist nun für seine Feinde eine Hölle.” Den Regierungstruppen warf die Führung von Tigray vor, sie hätten zivile Ziele, Kirchen und Wohngebiete bombardiert. Hunderttausende Menschen seien vertrieben worden.

UN-Schätzungen zufolge flohen rund 30.000 Menschen ins Nachbarland Sudan. Dass Zivilisten angegriffen wurden, bestreitet die Zentralregierung in Addis Abeba. Ihre Truppen rückten ungeachtet internationaler Appelle, die Kämpfe zu beenden und eine friedliche Lösung zu suchen, weiter auf die Regionalhauptstadt Mekelle vor. Der äthiopische Ministerpräsident Abiy Achmed hatte am 4. November Luftangriffe und eine Bodenoffensive gegen die von der Volksbefreiungsfront TPLF geführte Regierung von Tigray angeordnet. Er wirft ihr vor, einen bewaffneten Aufstand angezettelt zu haben. Die TPLF hält Abiy vor, er verfolge sie und vertreibe ihre Politiker von Regierungs- und Sicherheitsposten. In dem Konflikt spielen ethnische Spannungen eine Rolle. Die Tigrayer hatten Äthiopien über Jahrzehnte kontrolliert. Abiy gehört dagegen der Bevölkerungsmehrheit der Oromo an.

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