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Inlandsnachrichten

Schäuble lehnt Verschärfung des Waffenrechts ab

Berlin (Reuters) - Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble hat eine Verschärfung des Waffenrechts nach dem Amoklauf von Winnenden abgelehnt.

“Ich kann überhaupt nicht erkennen, welche wie immer geartete Änderung am Waffenrecht an dem Geschehen etwas geändert hätte”, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag in Berlin. “Wir prüfen natürlich alles, aber wir haben ein sehr strenges Waffenrecht, und insofern glaube ich nicht, dass da kurzfristig etwas zu machen ist.”

Auch zu strikteren Zugangskontrollen an Schulen äußerte sich Schäuble skeptisch. Eine Schleuse hätte auch nicht verhindern können, “dass da irgendeiner mit der Waffe reinstürzt”, sagte er. “Ich glaube jedenfalls nicht, dass wir alle unsere Schulen in unserem Lande in waffenstarrende Festungen verändern sollten.” Vielmehr müsse der Zugang zu Gewaltdarstellung in den Medien beschränkt werden, forderte der Innenminister.

Nach dem Amoklauf eines 17-Jährigen in Winnenden mit 16 Toten mehren sich die Forderungen nach Konsequenzen. So verlangte der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses, Sebastian Edathy, den Einsatz von Metalldetektoren an Schulen, in denen bekanntermaßen Waffen im Umlauf seien. Der SPD-Politiker wandte sich in der Zeitung “Die Welt” aber gegen einen flächendeckenden Einsatz solcher Detektoren.

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