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Weltnachrichten

G8 äußert tiefe Sorge über Entwicklung im Iran

A general view of the round table session during the G8 summit in L'Aquila, Italy July 9, 2009. Leaders of the world's richest nations and major developing powers meet on Thursday to seek common ground on global warming and international trade, with the poorer countries seeking concessions. REUTERS/Stephane de Sakutin/POOL (ITALY POLITICS)

L’Aquila (Reuters) - Die G8-Staaten haben sich auf “tief besorgt” über die jüngste Entwicklung im Iran geäußert.

Die sieben führenden Industrieländer und Russland verurteilten die nach den Wahlen im Iran ausgebrochenen Gewalttätigkeiten, die vielen Menschen das Leben gekostet hätten, heißt es in einer Erklärung nach den außenpolitischen Beratungen der G8-Staats- und Regierungschefs am Mittwochabend. Beschränkungen der Pressefreiheit, ungerechtfertige Festnahmen von Journalisten und die jüngsten Verhaftungen von Ausländern seien inakzeptabel. “Wir fordern den Iran auf, diese Lage im demokratischen Dialog und auf Basis der Gesetze zu lösen.” Der Iran sei entsprechende internationale Verpflichtungen eingegangenen und müsse diese auch erfüllen.

Zudem müsse der Iran sicherstellen, dass die ausländischen Botschaften ihre Aufgaben ausüben könnten, und zwar ohne Beeinträchtigungen für ihre Mitarbeiter. Die Behörden in Teheran hatten neun iranische Mitarbeiter der britischen Botschaft wegen des Vorwurfs festgenommen, die Proteste gegen die Präsidentenwahl unterstützt zu haben.

Die G8 bekannte sich zu einer Lösung des Streits über das iranische Atomprogramm auf dem Verhandlungsweg. “Wir hoffen aufrichtig, dass der Iran die Gelegenheit ergreifen wird, der Diplomatie eine Chance zu geben, Lösungen auf dem Verhandlungsweg über die Nuklear-Frage zu finden”, heißt es in der Erklärung. Die Bereitschaft der USA, in direkte Gespräche mit der iranischen Führung einzutreten, wird ausdrücklich begrüßt. “Wir erkennen an, dass der Iran das Recht auf ein ziviles Nuklear-Programm hat, doch ist das mit der Verantwortung verbunden, Vertrauen wiederherzustellen in die ausschließlich zivile Natur seines Nuklearprogramms.” Die G8 drängt den Iran, mit der IAEA zusammenzuarbeiten und UN-Resolutionen zu achten. Ein G8-Treffen am Rande der UN-Generalversammlung im September biete die Chance, die Lage erneut zu bewerten.

Zudem verurteilte die G8 Äußerungen von Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschadjad, in denen er den Holocaust geleugnet hatte.

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