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Marktnachrichten

Arbeitsmarktdaten und Cisco-Ausblick belasten US-Börsen

New York (Reuters) - Nach enttäuschenden Daten vom Arbeitsmarkt haben die US-Börsen ihre Talfahrt am Donnerstag fortgesetzt.

Ein überraschender Anstieg der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe schürte die Sorgen, dass die US-Wirtschaft in die Rezession zurückfallen könnte. Ein schwacher Umsatzausblick des weltgrößten Netzwerkausrüsters Cisco belastete zusätzlich die Technologiewerte.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte büßte 0,6 Prozent ein und schloss bei 10.319 Punkten. Im Verlauf pendelte er zwischen 10.268 und 10.361 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500-Index sank 0,5 Prozent auf 1083 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,8 Prozent auf 2190 Punkte. Die Unsicherheit über die Entwicklung der Weltkonjunktur drängt auch die Anleger am deutschen Markt zunehmend in die Defensive: Der Dax schloss 0,3 Prozent im Minus bei 6135 Zählern.

Die Lage am US-Arbeitsmarkt verschlechterte sich weiter: In der Woche bis 7. August meldeten sich dem Arbeitsministerium zufolge so viele Bürger arbeitslos wie seit einem halben Jahr nicht mehr. Ihre Zahl stieg auf 484.000. Analysten hatten lediglich 465.000 erwartet. In den zurückliegenden vier Wochen lag der Schnitt bei 473.500. Auch das ist der höchste Wert seit Februar. “Die Regierungshilfen sollten eigentlich jetzt richtig greifen. Die Erstanträge entwickeln sich aber in die falsche Richtung. Sie bestätigen, wie schlecht die Dinge geworden sind”, sagte Marktexperte John Brady von MF Global.

Im Juli war die Zahl der Beschäftigten um 131.000 gesunken, im Juni sogar um 221.000. Damit schwinden die Chancen für einen kräftigen Aufschwung in der weltgrößten Volkswirtschaft, die zu 70 Prozent vom privaten Konsum abhängt. Erst am Dienstag hatte die US-Notenbank gewarnt, dass sich die Erholung der Wirtschaft in jüngster Zeit stärker als erwartet verlangsamt und der kurzfristige Ausblick deutlicher als gedacht eingetrübt habe.

Nach einer Reihe positiver Signale aus der Technologiebranche verpasste Cisco den Anlegern einen Dämpfer. Das Unternehmen warnte am Mittwoch vor einer “ungewöhnlichen Unsicherheit” unter seinen Kunden, die aus allen Bereichen der Wirtschaft stammen. Anders sei die derzeitige Lage nicht zu beschreiben, sagte Konzernchef John Chambers, der eigentlich als Optimist gilt. Die nur schleppende Erholung der US-Wirtschaft dämpfe den unternehmerischen Mut und ziehe ungewöhnlich viele konservative und vorsichtige Entscheidungen nach sich. Die Cisco-Aktie stürzte fast zehn Prozent in die Tiefe.

Die Titel des ehemals weltgrößten Versicherers AIG konnten nicht von der Nachricht profitieren, dass der Konzern über einen Teilverkauf seines Asiengeschäftes verhandelt - Die Aktien büßten 1,5 Prozent ihres Wertes ein.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,01 Milliarden Aktien den Besitzer. 1292 Werte legten zu, 1713 gaben nach und 119 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,2 Milliarden Aktien 1040 im Plus, 1561 im Minus und 116 unverändert. An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 12/32 auf 98-30/32. Sie rentierten mit 2,74 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gaben 10/32 auf 107-16/32 nach und hatten eine Rendite von 3,94 Prozent.

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