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Inlandsnachrichten

Überhöhte Dioxin-Mengen auch in Legehennen nachgewiesen

Berlin (Reuters) - Im Skandal um dioxin-verseuchtes Tierfutter haben die Behörden erstmals auch in Tieren überhöhte Konzentrationen des Ultragiftes festgestellt.

Bei drei untersuchten Legehennen seien Dioxin-Konzentrationen von deutlich mehr als dem doppelten des erlaubten Höchstwertes festgestellt worden, erklärte das Bundesverbraucherministerium am Samstag in Berlin. In den Tieren seien 4,99 Pikogramm Dioxin pro Gramm Fleisch gemessen worden. Der Grenzwert beträgt 2 Pikogramm. Die Tiere stammten den Angaben zufolge aus einem Betrieb in Nordrhein-Westfalen, in dem auch belastete Eier festgestellt wurden. Das Fleisch der Tiere sei nicht in den Verkehr gekommen, betonte das Ministerium weiter. Die Hühner seien getötet und das Fleisch vernichtet worden. Alle Eier des Betriebes seien von den Behörden zurückgerufen und die betroffenen Eiernummern im Internet veröffentlicht worden.

Bei weiteren einzelnen Kontrollen an Hähnchen, Mastputen und Schweinen seien in verschiedenen Bundesländern keine überhöhten Konzentrationen von Dioxin festgestellt worden, berichtete das Ministerium weiter. Nach Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung kommt es bei einem kurzfristigen Verzehr von Geflügelfleisch oder Eiern mit den bislang festgestellten Dioxin-Gehalten nicht zu “unmittelbaren gesundheitlichen Beeinträchtigungen”.

Am Freitag war bekanntgeworden, dass der Skandal um dioxinverseuchtes Tierfutter viel früher begonnen hat als bislang bekannt. Bereits im März ist dem schleswig-holsteinischen Landwirtschaftsministerium zufolge in einer Probe des Futterfett-Herstellers Harles und Jentzsch zu viel Dioxin festgestellt worden. Bundesweit wurden 4700 Höfe gesperrt.

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