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Unternehmensnachrichten

Lufthansa arbeitet offenbar an neuem Langstrecken-Konzept

A Lufthansa airplane lands during strike action by Lufthansa pilots at the Fraport airport in Frankfurt April 3, 2014. Lufthansa pilots were on strike for a second day on Thursday, grounding Germany's largest airline in a row over retirement conditions. The pilots announced a three-day stoppage earlier this week, leading Lufthansa to cancel 3,800 flights, or around nine out of ten flights planned for the period. REUTERS/Kai Pfaffenbach (GERMANY - Tags: BUSINESS EMPLOYMENT CIVIL UNREST)

Frankfurt (Reuters) - Die Lufthansa spielt einem Konzerninsider zufolge Pläne durch, um auf verlustträchtigen Langstrecken wieder schwarze Zahlen einzufliegen.

“Es wird derzeit viel geprüft und gerechnet, um bis zum 9. Juli ein Konzept zu haben”, sagte eine mit der Sache vertraute Person am Montag zu Reuters. An dem Tag stellt der neue Konzernchef Carsten Spohr eine überarbeitete Strategie für Europas größte Fluggesellschaft vor. Wichtiger Teil der Präsentation werde auch ein Konzept für günstigere Interkontinentalflüge sein. Die Zeit drängt, da die Lufthansa wegen der harten Konkurrenz am Himmel und streikfreudiger Gewerkschaften jüngst die Gewinnziele für dieses und nächstes Jahr beerdigen musste.

Sorgen bereiten der Konzernspitze vor allem Strecken im ansonsten profitablen Langstrecken-Geschäft. “Die Erträge auf einigen Flügen nach Asien oder zu Urlaubszielen sind besonders schwach, da es dort relativ wenige der lukrativen Geschäftskunden gibt.” Betroffen seien etwa Flüge in die Karibik oder nach Südostasien. Verbindungen nach Indien, etwa nach Hyderabad, mussten bereits eingestellt werden. “Die Lufthansa schrumpft auf einem Markt, der eigentlich wächst”, sagte der Unternehmenskenner. Um hier nicht den Anschluss zu verlieren, will Spohr nach früheren Medienberichten bereits abgeschriebene Airbus-Maschinen vom Typ A340 einsetzen. Allerdings müssen dazu die Kosten des Flugbetriebs um ein Fünftel sinken, etwa indem die Jets länger in der Luft bleiben. Ein Lufthansa-Sprecher wollte sich dazu nicht direkt äußern und sagte lediglich: “Wir prüfen verschiedene Optionen, um die Wettbewerbsfähigkeit der Lufthansa langfristig zu sichern.”

Das “Handelsblatt” hatte unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet, dass Spohr erwägt, auf der Langstrecke mit einem eigenen Billiganbieter zu starten. “Wir haben konkrete Ideen, wie wir im Langstreckengeschäft einen eigenen Budgetdienst starten können”, zitierte die Zeitung einen hochrangigen Lufthansa-Manager. Vor zwei Wochen hatte das Magazin “Der Spiegel” berichtet, die Lufthansa wolle neben ihrer Tochter Germanwings einen weiteren Billiganbieter an den Start bringen und so der Konkurrenz wie Ryanair oder Easyjet Paroli bieten. Die Flotte der Tochter Eurowings solle um Maschinen vom Typ Airbus A320 erweitert werden und von Deutschland aus Ziele in ganz Europa anfliegen.

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