February 18, 2015 / 9:19 AM / 5 years ago

Ukrainische Kämpfer ziehen aus Debalzewe ab

A fighter with separatist self-proclaimed Donetsk People's Republic army sits on top of an armoured personnel carrier in the village of Nikishine, south east of Debaltseve February 17, 2015. Pro-Russian rebels and government forces fought street-to-street in a strategic town in east Ukraine on Tuesday and refused to pull back their heavy guns, all but scuppering hopes that a European-brokered peace deal will end months of conflict. Military trucks and tanks came and went in the largely destroyed village of Nikishine as the rebels pounded nearby Debaltseve with rockets, heavy artillery and mortar bombs. REUTERS/Baz Ratner(UKRAINE - Tags: POLITICS CIVIL UNREST CONFLICT MILITARY)

Moskau/Kiew (Reuters) - Ukrainische Regierungstruppen und Milizen ziehen nach übereinstimmenden Berichten aus dem seit Tagen umkämpften strategischen Verkehrsknotenpunkt Debalzewe im Osten des Landes ab.

Die Soldaten und Kämpfer würden sich aus der von Separatisten umzingelten Stadt zurückziehen, meldete am Mittwoch die russische Nachrichtenagentur RIA unter Berufung auf den ukrainischen Abgeordneten Semen Sementschenko, der auch als Freiwilliger in einer Miliz an der Seite der Armee dient. Der Pressedienst der prorussischen Separatisten, DAN, berichtete, viele Soldaten ergäben sich. In Debalzewe würden Hunderte Soldaten die Waffen strecken, zitierte DAN Rebellen-Anführer Maxim Leschtschenko.

Am Dienstag hatten die Rebellen gemeldet, 80 Prozent der Stadt eingenommen zu haben. Welche Auswirkungen ein Fall von Debalzewe für das Minsker Abkommen hat, war zunächst unklar. Während der Westen und die Ukraine darauf beharrten, dass die Stadt Teil des Waffenstillstandsabkommens sei, bestritt Russland dies. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hatte für den Fall des Scheiterns des Waffenstillstands damit gedroht, das Kriegsrecht über das ganze Land auszurufen und die Kämpfe auszuweiten.

Sementschenko teilte auf seiner Facebook-Seite mit, der Rückzug geschehe geordnet. “Der Feind versucht die Straßen zu blockieren, um den Abzug der Truppen zu verhindern”, erklärte er. Russland Präsident Wladimir Putin hatte am Dienstag die Rebellen aufgefordert, abziehenden Kämpfern freies Geleit aus dem Kessel von Debalzewe zu gewähren.

Debalzewe ist ein wichtiger Eisenbahnknoten. Dort sollten sich zuletzt bis zu 7000 ukrainische Soldaten befinden. Sollte der Ort von den Rebellen erobert werden, hätten sie eine direkte Verbindung zwischen ihren Hochburgen Luhansk und Donezk geschaffen.

Poroschenko hatte den Vorstoß der Rebellen in Debalzewe als “zynischen Angriff” auf den Waffenstillstand bezeichnet. Der UN-Sicherheitsrat hatte am Dienstagabend in einer Resolution die sofortige Einhaltung der vergangene Woche vereinbarten Waffenruhe gefordert und darin ausdrücklich Debalzewe genannt.

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