November 14, 2014 / 7:59 AM / 5 years ago

Nato-Generalsekretär kritisiert Putin in Ukraine-Krise scharf

NATO Secretary General Jens Stoltenberg attends a news conference after his meeting with Greece's Prime Minister Antonis Samaras (not pictured) in Athens October 30, 2014. NATO aircraft tracked Russian strategic bombers over the Atlantic and Black Sea on Wednesday and sorties of fighters over the Baltic in what the Western alliance called an unusual burst of activity at a tense time in East-West relations. REUTERS/Alkis Konstantinidis (GREECE - Tags: POLITICS MILITARY) - RTR4C6V7

Berlin (Reuters) - Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat das Vorgehen des russischen Präsidenten Wladimir Putin in der Ukraine-Krise scharf kritisiert.

Putin habe das Aufflammen des Konflikts “auf jeden Fall befördert” und “klar die Vereinbarungen zur Waffenruhe gebrochen” sowie “erneut die Integrität der Ukraine verletzt”, sagte der Norweger in einem “Bild”-Interview (Freitagausgabe). Die Nato habe in den vergangenen Tagen beobachtet, dass Russland erneut Waffen, Ausrüstung, Artillerie, Panzer und Raketen über die Grenze in die Ukraine gebracht habe. Putin gefährde zudem den zivilen Luftverkehr, denn seine Kampfjets flögen ohne Transpondercodes und kommunizierten nicht mit der Flugsicherung. “Nato-Flugzeuge haben in diesem Jahr schon mehr als 100 Mal russische Flieger abgefangen – mehr als drei Mal so viel wie 2013.”

Man befinde sich zwar nicht am Rande eines neuen Kalten Kriegs, sagte Stoltenberg. “Aber wir sind auch nicht mehr im Zustand vertrauensvoller Kooperation mit Russland, den wir in den vergangenen Jahren aufgebaut haben.” Russland untergrabe “die wertebasierte Sicherheitsarchitektur in Europa”.

Russland hat Vorwürfe wiederholt zurückgewiesen, wonach es die prorussischen Separatisten im Osten der Ukraine militärisch unterstützt. Die Lage in der Ukraine hat sich in den vergangenen Tagen erheblich verschärft. Trotz der vor zwei Monaten vereinbarten Waffenruhe kommt es nahezu täglich zu Kämpfen. Am Donnerstag kamen mehrere ukrainische Soldaten um.

Der ukrainische Außenminister Pawlo Klimkin sprach sich inzwischen gegen eine Militäroffensive in den Rebellengebieten aus. Eine solche Aktion “würde doch auch die Zivilbevölkerung in Mitleidenschaft ziehen, unsere ukrainischen Landsleute”, sagte Klimkin der “Rheinischen Post” (Freitagausgabe). Seine Regierung wolle sich weiter an das Waffenruhe-Abkommen halten und strebe eine politische Lösung an. Vor wenigen Tagen hatte Klimkin noch gesagt, dass sich die Ukraine die von den Rebellen besetzten Gebiete “zurückholen” werde.

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