December 4, 2018 / 9:31 AM / 15 days ago

Maas verlangt von Russland Freilassung ukrainischer Seeleute

FILE PHOTO: German Minister of Foreign Affairs Heiko Maas delivers his statement, during the Geneva Conference on Afghanistan, at the European headquarters of the United Nations in Geneva, Switzerland, November 28, 2018. Salvatore Di Nolfi/Pool via REUTERS/File Photo

Brüssel/Kiew (Reuters) - Nach der Aufhebung der russischen Blockade am Asowschen Meer hat Bundesaußenminister Heiko Maas von der Regierung in Moskau auch die Freilassung der festgesetzten ukrainischen Seeleute gefordert.

“Wir halten die Situation nach wie vor für beunruhigend und sind auch besorgt”, sagte Maas am Dienstag zum Auftakt eines Nato-Außenministertreffens in Brüssel. Er begrüße, dass die Straße von Kertsch wieder frei sei. Dies müsse auch so bleiben. “Genauso wollen wir, dass die gefangengenommenen ukrainischen Staatsbürger sofort wieder freigelassen werden”, forderte Maas. “Das sind die Erwartungen die wir an die russische Seite haben.”

Die Regierung in Kiew hatte zuvor erklärt, Russland habe den Zugang zu den ukrainischen Häfen am Asowschen Meer teilweise wieder freigegeben. Es könnten wieder Schiffe die Meerenge von Kertsch passieren, sagte Infrastrukturminister Wolodimir Omeljan. Die Häfen Berdjansk und Mariupol könnten wieder angelaufen werden. Das Landwirtschaftsministerium erklärte, die Getreidelieferungen von dort aus würden wieder aufgenommen. In beiden Häfen würden wieder Frachter beladen.

Russland hatte am 25. November in der Straße von Kertsch drei ukrainische Marineboote beschlagnahmt und die Besatzungen festgenommen. Beide Seiten machten sich gegenseitig für den Vorfall verantwortlich, der die Spannungen zwischen den Nachbarstaaten wieder verschärfte. Die Meerenge liegt zwischen der von Russland 2014 annektierten ukrainischen Halbinsel Krim und dem russischen Festland und wird von der russischen Marine kontrolliert. Sie ist die einzige Durchfahrt zum Asowschen Meer, in dem wichtige ukrainische Häfen liegen. Zur Lösung des Konflikts hatten Bundeskanzlerin Angela Merkel und Russlands Präsident Wladimir Putin beim G20-Gipfel in Buenos Aires Diplomaten-Gespräche vereinbart, an denen neben Russland und der Ukraine auch Frankreich und Deutschland beteiligt sind. Merkel hatte angemahnt, dass Russland den freien Schiffsverkehr in das Asowsche Meer gewährleisten müsse.

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