April 25, 2014 / 9:05 AM / 6 years ago

Lawrow - Ukraine muss sich für Verbrechen im Osten verantworten

Pro-Russian supporters stand in their camp near the seized office of the SBU state security service in Luhansk, eastern Ukraine April 25, 2014. Russian Foreign Minister Sergei Lavrov said on Friday that Kiev's interim government would face justice for a "bloody crime" in eastern Ukraine and accused Washington of distorting an agreement designed to defuse the crisis. The sign reads, "No NATO". REUTERS/Vasily Fedosenko (UKRAINE - Tags: POLITICS CIVIL UNREST)

Moskau (Reuters) - Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat den Einsatz ukrainischer Sicherheitskräfte gegen pro-russische Separatisten im Osten des Landes als “blutiges Verbrechen” kritisiert.

Die Übergangsregierung in Kiew führe “Krieg gegen ihr eigenes Volk”, sagte er am Freitag in Moskau. “Diejenigen, die die Armee gedrängt haben, das zu tun, werden dafür zahlen und sich verantworten müssen.”

Am Donnerstag hatten ukrainische Sicherheitskräfte bis zu fünf Separatisten getötet. Sie setzten nach Angaben der Regierung in Kiew am Freitag ihren Einsatz gegen Separatisten fort. Innenminister Arsen Awakow wies auf Facebook Gerüchte zurück, wonach die von der ukrainischen Führung so bezeichnete Anti-Terror-Operation (ATO) ausgesetzt worden sei. “Es gab keine Aussetzung der ATO in Zusammenhang mit der Invasionsdrohung russischer Streitkräfte”, schrieb Awakow. “ATO läuft weiter. Die Terroristen sollten rund um die Uhr auf der Hut sein. Zivilisten haben nichts zu befürchten.”

Separatisten im Osten der Ukraine haben sich bewaffnet und Verwaltungsgebäude besetzt. Nach der Genfer Vereinbarung, die Russland, die USA, die EU und die Ukraine getroffen haben, müssen illegale bewaffnete Gruppen entwaffnet und illegal besetzte Gebäude geräumt werden. Die USA drängen Russland, seinen Einfluss auf die Separatisten geltend zu machen. Sie werfen Russland zudem vor, sich nicht an die Vereinbarung zu halten und die Destabilisierung der Ukraine zu betreiben. Lawrow konterte, die USA verzerrten die Genfer Vereinbarung und stellten zusätzliche Forderungen an die Regierung in Moskau. “Russland wird zur Deeskalation des Konfliktes auf Basis des in Genf erzielten Kompromisses beitragen”, sagte der Außenminister. “Es kann keine einseitigen Forderungen geben.” Die hätten die USA aber gestellt.

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