September 20, 2017 / 8:08 AM / 3 months ago

Europäer fordern raschere Löschung von Terrorbotschaften im Internet

New York (Reuters) - Internetfirmen sollen künftig extremistische Botschaften schneller von ihren Plattformen entfernen.

A 3D printed logo of Twitter and an Islamic State flag are seen in this picture illustration taken February 18, 2016. The U.S. government, acknowledging its limited success in combating Islamic extremist messaging, is recruiting tech companies, community organizations and educational groups to take the lead in disrupting online radicalization. The change in strategy, which took a step forward on Wednesday when the Justice Department convened a meeting with social media firms including Facebook Inc, Twitter and Alphabet Inc's Google , comes despite what critics say is scant evidence on the effectiveness of such efforts. Picture taken February 18, 2016. REUTERS/Dado Ruvic/Illustration

Das sieht eine gemeinsame Initiative Großbritanniens, Frankreichs und Italiens vor, die am Mittwoch am Rande der UN-Vollversammlung in New York vorgestellt werden sollte. Zu der Veranstaltung wollten auch die betroffenen Konzerne Facebook, Microsoft und die Google-Muttergesellschaft Alphabet Vertreter schicken. Die drei europäischen Länder fordern eine rasche Beseitigung “terroristischer Inhalte” aus Online-Netzwerken. So sollen etwa Propagandamaterial für Gruppen wie die Extremisten-Miliz IS sowie Anleitungen zum Bombenbau oder Anschlägen mit Fahrzeugen binnen ein bis zwei Stunden gelöscht werden. Denn in diesem Zeitraum sei der Verbreitungsgrad am stärksten, lautet die Argumentation.

“Die Branche muss besser und schneller darin werden, terroristische Inhalte im Internet per Automatisierung zu entdecken und zu entfernen sowie technologische Lösungen zu entwickeln, die überhaupt das Hochladen verhindern”, heißt es in einem Redebeitrag der britischen Premierministerin Theresa May für die Veranstaltung. Die EU-Kommission droht den Internetunternehmen bereits mit verschärften Vorgaben, wenn sie ihre Anstrengungen zur Löschung illegaler Inhalte nicht verstärken.

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