February 16, 2018 / 1:39 PM / 4 months ago

UN verlangt Stopp von Hinrichtung Jugendlicher in Iran

Genf (Reuters) - Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte hat den Iran am Freitag aufgefordert, die Hinrichtung Jugendlicher und junger Erwachsener zu stoppen, die Verbrechen vor ihrem 18. Lebensjahr begangen haben.

FILE PHOTO: Iran's national flags are seen on a square in Tehran February 10, 2012, a day before the anniversary of the Islamic Revolution. REUTERS/Morteza Nikoubazl/File Photo

Im Januar seien drei Personen für Morde hingerichtet worden, die sie im Alter von 15 oder 16 Jahren begangen hätten, sagte Zeid Ra’ad al-Hussein am Freitag in Genf. Einigen der etwa 80 Jugendlichen in iranischen Todeszellen könnte eine Hinrichtung unmittelbar bevorstehen, befürchtet der UN-Hochkommissar. “Die Hinrichtung jugendlicher Täter ist nach dem Völkerrecht eindeutig verboten, unabhängig von den Umständen und dem Charakter der Straftat.”

Die iranischen Behörden reagierten zunächst nicht auf die Kritik. Das Land hat das internationale Abkommen unterzeichnet, das Hinrichtungen Jugendlicher verbietet. Dennoch hält der Iran daran fest. Unter den zuletzt Hingerichteten war auch die 20-jährige Mahbubeh Mofidi. Sie war zum Tode verurteilt worden, weil sie mit 16 Jahren ihren Ehemann umgebracht hatte, der sie drei Jahre zuvor geheiratet hatte.

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