June 14, 2018 / 1:28 PM / 6 months ago

Schmuggler wegen Tod von 71 Flüchtlingen in LKW verurteilt

Trucks stand in a queue along a highway near the Austrian border in Hegyeshalom, Hungary, August 31, 2015. Austrian authorities toughened controls along the country's eastern borders on Monday, stopping hundreds of refugees and arresting five traffickers in a clampdown that followed last week's gruesome discovery of 71 dead migrants in a truck. REUTERS/Laszlo Balogh

Kecskemet (Reuters) - Wegen Totschlags an 71 Flüchtlingen hat ein ungarisches Gericht vier Männer zu je 25 Jahren Haft verurteilt.

Die drei Bulgaren und der Afghane seien Schuld am Erstickungstod von 59 Männer, acht Frauen und vier Kindern in einem LKW auf einer Autobahn in Österreich, entschied das Gericht am Donnerstag in der ungarischen Stadt Kecskemet. Weitere Mitglieder der Schlepperbande wurden wegen Menschenschmuggels verurteilt. Der Fall hatte weltweit Aufsehen erregt, als die Leichen im August 2015 auf dem Höhepunkt der Flüchtlingswelle in dem abgestellten Lkw gefunden wurden. Die Bande habe Schreien und Klopfen der Menschen einfach ignoriert, hatte die Staatsanwaltschaft den Schleppern vorgeworfen. Das Gericht sprach von extremer Grausamkeit.

Gegen das Urteil legten am Donnerstagnachmittag sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Verteidigung Berufung ein. Die Staatsanwaltschaft verlangt lebenslange Haft, die Verteidigung mildere Strafen wegen Menschenschmuggels.

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