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Unternehmensnachrichten

AMC will kaum Kinos schließen - aber weitere Premieren verschoben

The AMC theatre is pictured during the outbreak of the coronavirus disease (COVID-19), in Burbank, California, U.S., June 30, 2020. Picture taken June 30, 2020. REUTERS/Mario Anzuoni

New York (Reuters) - Die weltgrößte Kinokette AMC will im Gegensatz zum kleineren Konkurrenten Cineworld ihre Lichtspielhäuser größtenteils offen lassen.

Die meisten Kinos in den USA wie auch in Europa lassen weiter Zuschauer in die Säle, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Erst am Montag hatte die Nummer zwei der Branche, Cineworld, angekündigt, alle Häuser in den USA und Großbritannien vorübergehend zu schließen, nachdem große Filmpremieren in der andauernden Corona-Krise erneut verschoben wurden. Es gebe keine Alternative, sagte Cineworld-Chef Mooky Greidinger zu Sky News. “Aus Liquiditätssicht verlieren wir mehr Geld, wenn wir offen haben.”

Unter anderem soll der neue James-Bond-Streifen erst später über die Leinwände flimmern. Zudem gibt es einen neuen Rückschlag für die Kino-Betreiber - auch der als Zuschauer-Magnet gehandelte Science-Fiction-Film “Dune” soll später starten. Auch auf “The Batman” mit Robert Pattinson müssen die Zuschauer länger warten, teilte Warner Bros mit. Der Film kommt nun wohl erst im Frühjahr 2022.

AMC setzt aber weiter auf Neuveröffentlichungen im Oktober und November. Dazu gehörten “Immer Ärger mit Grandpa” mit Robert de Niro und der Pixar-Film “Soul”. An der Börse kam die Ankündigung zum Weiterbetrieb gut an. Die AMC-Aktie legte um gut zwei Prozent zu, nachdem das Papier am Montag nach der Cineworld-Bekanntgabe rund elf Prozent gefallen war.

Große Film-Studios hatten angesichts der Corona-Krise und ihrer wirtschaftlichen Folgen zahlreiche Premieren ausgesetzt - viele Zuschauer verzichten aus Angst vor einer Ansteckung auf den Gang ins Kino. Seit der langsamen Wiedereröffnung im Sommer dürfen die Häuser aufgrund der Auflagen aber nur deutlich weniger Besucher hereinlassen, was es schwer macht, überhaupt kostendeckend zu operieren. Erst am Wochenende war die Premiere des neuen James-Bond-Films “No time to die” erneut verschoben worden - diesmal auf Frühjahr 2021 und damit ein Jahr später als geplant. Auch Marvels “Black Widow” wurde auf die lange Bank geschoben. “Dune” soll nun statt im Dezember erst im Oktober 2021 an den Start gehen.

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