August 3, 2018 / 12:45 PM / in 15 days

US-Arbeitsmarkt trotz Handelskonflikt robust

Washington (Reuters) - Die US-Wirtschaft schafft ungeachtet des Zollstreits mit China und anderen Ländern weiter Jobs.

A new apartment building housing construction site is seen in Los Angeles, California, U.S. July 30, 2018. REUTERS/Lucy Nicholson

Zwar entstanden im Juli mit 157.000 Arbeitsplätzen deutlich weniger neue Stellen als erwartet, wie die Regierung in Washington am Freitag mitteilte. Dafür wurden die Zahlen der beiden Vormonate aber um insgesamt 59.000 nach oben korrigiert. Die Arbeitslosenquote fiel im Juli wie erwartet um 0,1 Punkte auf 3,9 Prozent. Sie liegt damit nur einen Hauch über dem erst im Mai erreichten 18-Jahres-Tief von 3,8 Prozent.

“Der Blick auf den US-Arbeitsmarkt ähnelt dem Blick aus dem Bürofenster: Kaum Wolken am Horizont auszumachen”, sagte Ökonom Thomas Gitzel von der VP Bank. “Die Zollstreitigkeiten sorgen bislang für keine Ladehemmungen: Die Nachfrage nach Arbeitskräften bleibt relativ hoch.” Sollten aber weitere und höhere Zölle gegenüber China drohen, könnten das die Lage eintrüben. “Die damit einhergehenden Unsicherheiten hätten vermutlich auch Auswirkungen auf die Einstellungsbereitschaft.”

Allein in der Industrie entstanden im Juli 37.000 neue Jobs. “Eine etwaige Zurückhaltung wegen des Handelsstreits wird also mehr als ausgeglichen durch die positiven Impulse, die die Steuersenkungen und die erleichterten Abschreibungsmöglichkeiten für Investitionen gesetzt haben”, sagte Commerzbank-Ökonom Christoph Balz dazu. In der Baubranche gab es ein Plus von 19.000 Jobs, im Einzelhandel von 13.000. Dagegen baute der öffentliche Dienst 13.000 Stellen ab.

Die US-Notenbank Fed bescheinigte dem Arbeitsmarkt in dieser Woche erneut Stärke. Der Stellenzuwachs sei in den jüngsten Monaten groß gewesen und die Arbeitslosigkeit niedrig geblieben, hieß es nach der Zinsentscheidung. Die Fed signalisierte für das zweite Halbjahr zwei weitere Zinsanhebungen, da sie ihr Ziel Vollbeschäftigung erreicht sieht und die Konjunkturhilfe in Form billigen Geldes schrittweise zurücknehmen will.

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