June 18, 2020 / 12:45 PM / 20 days ago

Erneut mehr als 1,5 Millionen Anträge auf US-Arbeitslosenhilfe

FILE PHOTO: People who lost their jobs wait in line to file for unemployment benefits, following an outbreak of the coronavirus disease (COVID-19), at Arkansas Workforce Center in Fort Smith, Arkansas, U.S. April 6, 2020. REUTERS/Nick Oxford/File Photo

Washington (Reuters) - Trotz gelockerter Corona-Beschränkungen sinken die Arbeitslosmeldungen in den USA weniger als erwartet.

Insgesamt stellten vorige Woche mehr als 1,5 Millionen Bürger erstmals einen Antrag auf staatliche Stütze, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Rückgang auf 1,3 Millionen gerechnet, nach revidiert 1,566 Millionen in der Woche zuvor. Zwar sinkt die Zahl seit dem Höhepunkt von knapp sieben Millionen Ende März kontinuierlich, aber langsamer als gedacht.

“Für eine Wirtschaft, die sich wieder öffnet, ist das eine riesige Zahl”, sagte der US-Chefökonom des Finanzhauses TS Lombard in New York, Steven Blitz, zu der aktuellen Entwicklung. “Die Wirtschaft verliert Arbeitskräfte und Beschäftigung über die anfänglichen Auswirkungen hinaus, die mit der Schließung von Unternehmen verbunden sind.”

Die Börsen reagierten nervös: Die US-Futures weitete ihre Verluste nach Bekanntgabe der Daten aus. “Fraglich ist dennoch, wie viele entlassene Menschen an ihren ursprünglichen Arbeitsplatz zurückkehren können und wann eine Art Normalität am Arbeitsmarkt wiederhergestellt werden kann”, sagte Helaba-Ökonom Ulrich Wortberg. Die Notenbank Federal Reserve rechnet damit, dass sich die Erholung der weltgrößten Volkswirtschaft hinziehen wird. Mit einer vollständigen Genesung sei erst zu rechnen, wenn die Bürger von der Eindämmung der Corona-Pandemie überzeugt seien, betonte Fed-Chef Jerome Powell diese Woche bei seiner Anhörung vor dem Kongress. Es gebe “weiterhin erhebliche Unsicherheit über den Zeitpunkt und die Stärke der Erholung”.

Die Corona-Pandemie hat in den USA Vollbeschäftigung in Massenarbeitslosigkeit umschlagen lassen: Mehr als 20 Millionen Amerikaner verloren im April ihren Job, bevor im Mai ein vorläufiges Ende des Abwärtstrends einsetzte und rund 2,5 Millionen Jobs geschaffen wurden.

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