October 3, 2017 / 8:41 PM / 2 months ago

US-Autoabsatz zieht nach Hurrikanschäden an

Detroit (Reuters) - Die Zerstörungen der Wirbelstürme “Harvey” und “Irma” in Texas und Florida sorgen in der US-Autobranche für das erste Absatzplus des Jahres.

General Motors und Ford verkauften im September im Vergleich zum Vorjahresmonat 11,9 Prozent beziehungsweise 8,7 Prozent mehr Fahrzeuge, wie die Detroiter Konzerne am Dienstag mitteilten. Die Aktionäre honorierten dies mit Kursaufschlägen. Dagegen musste sich Fiat Chrysler mit einem Absatzrückgang zufriedengeben. Das Unternehmen führte dies vor allem das wenig profitable Geschäft mit Mietwagenfirmen zurück, das eingedampft werden soll. Für die deutschen Autohersteller fiel der September gemischt aus.

Der Absatz entwickelte sich für die gesamte Branche nach dem Rekordjahr 2016 bisher eher mau, so dass viele Wagen auf den Höfen der Händler stehen blieben und Privatkäufern Rabatte in Rekordhöhe eingeräumt wurden. Manche Experten gehen davon aus, dass diese Probleme auch mit dem insgesamt erfolgreichen September nicht gelöst sind. “Das wird eine kurze Party”, sagte die Analystin Michelle Krebs vom Onlineautohaus Autotrader.

Nach Branchenschätzungen wurden durch die Hurrikans “Harvey” und “Irma” insgesamt bis zu 700.000 Fahrzeuge zerstört. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2016 wurden die Konzerne 17,55 Millionen Autos in den USA los. Im September stieg die Nachfrage vor allem in der unwettergeplagten Metropole Houston, die tagelang überschwemmt war.

Auf der Erfolgsspur fährt in den USA Volkswagen. Der Absatz der Kernmarke stieg nach eigenen Angaben um 33,2 Prozent. Der Wolfsburger Konzern führte das unter anderem auf den neuen Geländewagen Atlas und den kompakteren Tiguan zurück. Auch die Tochter Audi konnte ein Plus von 9,6 Prozent verbuchen. Beim bayerischen Konkurrenten BMW gab es dagegen einen Rückgang um 0,4 Prozent. Bei Mercedes betrug das Minus 1,7 Prozent.

Der in den USA nach Absatz zweitgrößte Konzern hinter GM, Toyota, verbuchte ein Plus von fast 15 Prozent. Die Japaner setzen eher auf neue Limousinen, während sich die US-Rivalen auf Geländewagen konzentrieren.

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