November 4, 2008 / 6:10 AM / 11 years ago

US-Autoabsatz so schwach wie seit 25 Jahren nicht mehr

Berlin/Detroit (Reuters) - Die Autokonzerne haben in den USA im Oktober so wenig wie seit 25 Jahren nicht mehr abgesetzt.

General Motors erklärte, bereinigt um die Bevölkerungszahl sei der Monat sogar der schlimmste seit dem Zweiten Weltkrieg gewesen. Nur Audi konnte der Talfahrt entkommen und seine Verkäufe geringfügig um 0,3 Prozent steigern.

Der Stuttgarter Sportwagenhersteller Porsche verbuchte im Vergleich zum Vorjahr einen Absatzrückgang von 50 Prozent auf 1427 Stück. Auch Porsche könne sich der Wirtschaftskrise und Nachfrageschwäche nicht entziehen, teilte der Konzern am Montag mit. Der Modellwechsel bei der Baureihe 911 Ende Oktober habe die Verkaufszahlen zusätzlich belastet.

Vergleichsweise glimpflich kamen dagegen VW und BMW davon. Der größte europäische Autokonzern VW setzte 7,9 Prozent weniger Autos ab als noch im Vorjahresmonat, während BMW ein Minus von 8,5 Prozent verzeichnete.

Dagegen verkaufte der zweitgrößte deutsche Autokonzern Daimler in den USA im Oktober rund ein Viertel weniger Autos der Marken Mercedes-Benz und Smart. Die Absatzzahlen beim Kleinwagen Smart, von dem bisher insgesamt 20.000 Stück verkauft worden seien, blieben dem Konzern zufolge aber stabil.

Besonders hart traf es General Motors. Der ohnehin schon angeschlagene US-Konzern verbuchte ein Minus von 45 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Auch der Rivale Ford setzte 30,2 Prozent weniger Fahrzeuge auf dem Heimatmarkt ab. Der Autobauer blieb dabei nicht nur auf spritschluckenden Fahrzeugen sitzen: Der Verkauf des Kleinwagens Focus ging um 18,2 Prozent zurück. Ford und General Motors wollen Medienberichten zufolge ihren Schlussverkauf mit kräftigen Preisnachlässen vorziehen, um den Absatz zum Jahresende noch anzukurbeln.

Auch die ehemalige Daimler-Tochter Chrysler spürt den kräftigen Gegenwind. Der Absatzrückgang lag bei 35 Prozent. Toyota musste auf dem wichtigen US-Markt ebenfalls Federn lassen. Die Japaner verkauften fast 26 Prozent weniger Autos als im Vorjahr.

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