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Trumps Ex-Berater Bannon - Republikanern droht Mehrheitsverlust
11. September 2017 / 05:21 / in 2 Monaten

Trumps Ex-Berater Bannon - Republikanern droht Mehrheitsverlust

Washington (Reuters) - Der Republikanischen Partei von US-Präsident Donald Trump droht dessen ehemaligem Berater Steve Bannon zufolge bei den Wahlen 2018 der Verlust der Mehrheit im Repräsentantenhaus.

White House Chief Strategist Steven Bannon departs the Rose Garden after U.S. President Donald Trump announced his decision to withdraw from the Paris Climate Agreement, at the White House in Washington, U.S., June 1, 2017. REUTERS/Joshua Roberts - HP1ED611LNQ2Q

Grund sei der Streit um die rund 800.000 jungen Erwachsenen, die als Kinder illegal in die USA gekommen sind und künftig ausgewiesen werden sollen, sagte Bannon am Sonntag dem Sender CBS. “Ich mache mir Sorgen, deswegen das ‘House’ zu verlieren”, so Bannon. Anfang kommenden Jahres könne es einen “Bürgerkrieg in der Republikanischen Partei” geben.

Die Republikaner sind in der Frage des Umgangs mit den sogenannten “Dreamers” gespalten. Für einige sind sie illegale Immigranten, die Amerikanern die Jobs wegnehmen. Für andere tragen sie zum Aufschwung in den USA bei und verdienten Mitgefühl. Trump hat vor wenigen Tagen ein Programm zum Schutz von Kindern illegaler Einwanderer gekippt, das unter seinem Vorgänger Barack Obama eingeführt wurde und knapp 800.000 junge Erwachsene, die als Kinder illegal in die USA gekommen sind, bislang vor der Ausweisung schützt.

Bannon, der das Weiße Haus im August verließ, kritisierte die Republikaner scharf. “Das republikanische Establishment versucht, die Wahl von 2016 zu annullieren”, sagte er. Es sei ein offenes Geheimnis, dass viele führende Mitglieder Trumps Agenda nicht unterstützen würden. Bannon war Trumps umstrittenster Berater. Der frühere Marineoffizier und Investmentbanker lieferte sich immer wieder Gefechte mit gemäßigten Vertretern im Regierungsapparat. Er befürwortet in der Wirtschaftspolitik einen nationalistischen Kurs und war eine der treibenden Kräfte hinter dem Einreisestopp für Bürger aus muslimischen Staaten. Kritiker warfen ihm auch antisemitische Haltungen vor.

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