January 26, 2018 / 1:41 PM / 7 months ago

US-Wirtschaft im ersten Amtsjahr Trumps auf der Überholspur

Washington/Berlin (Reuters) - Die US-Wirtschaft hat im ersten Amtsjahr von Präsident Donald Trump ihr Wachstumstempo beschleunigt.

The US flag flies outside the new U.S. Embassy in Nine Elms in London, Britain January 12, 2018. REUTERS/Peter Nicholls TPX IMAGES OF THE DAY

2017 legte sie um 2,3 Prozent zu, wie aus am Freitag veröffentlichten Daten des Handelsministeriums hervorgeht. Im Jahr zuvor waren es lediglich 1,5 Prozent. Der seit gut einem Jahr amtierende US-Präsident hat sich auf die Fahnen geschrieben, das Wachstum unter anderem mit einer radikalen Steuerreform auf mindestens drei Prozent hochzutreiben. Der Internationale Währungsfonds erwartet, dass Trump dieses Ziel im laufenden Jahr mit 2,7 Prozent knapp verfehlen wird. “Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten befindet sich weiterhin auf der Überholspur”, sagte NordLB-Experte Bernd Krampen.

Trump nutze seinen weltweit beachteten Auftritt in Davos vor der versammelten Elite aus Politik und Finanzbranche, um den Konjunkturaufschwung mit seinem Namen zu verbinden: “Amerika ist offen für das Geschäft und Amerika ist wieder wettbewerbsfähig”, sagte der Republikaner auf dem Weltwirtschaftsforum (WEF). Seine Regierung werde Amerika immer an erste Stelle setzen, aber das bedeute nicht “Amerika alleine”. Zuvor hatte er mit seiner “America Zuerst”-Doktrin auf dem WEF Kritik geerntet, da die US-Abschottungspolitik in Handelsfragen in Deutschland, Frankreich, Südkorea und anderen Industriestaaten Widerspruch auslöste.

KONJUNKTURMOTOR DREHTE ZULETZT LANGSAMER

Vor dem Jahreswechsel verringerte der amerikanische Konjunkturmotor seine Drehzahl: Zwischen Oktober und Dezember stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nur noch mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 2,6 Prozent. Experten hatten mit einem Plus von 3,0 Prozent gerechnet, nachdem das BIP im Sommer um 3,2 Prozent zugelegt hatte.

Die Notenbank Fed hat auf den Aufschwung bereits mit drei Zinserhöhungen im vergangenen Jahr reagiert. Sie hat zudem signalisiert, dass sie 2018 drei weitere Schritte nach oben folgen lassen könnte. “Die Steuerreform und der schwache US-Dollar könnten für zusätzliche Impulse sorgen. Damit dürfte die Federal Reserve unter Zugzwang bleiben und bereits im März eine weitere Anhebung vornehmen”, sagte NordLB-Experte Krampen.

Auch die für das Wohl und Wehe der US-Wirtschaft extrem wichtigen Verbraucherausgaben sprechen dafür: Sie stiegen in den letzten drei Monaten des vorigen Jahres um 3,8 Prozent und damit weit stärker als im Sommer mit damals 2,2 Prozent. BayernLB-Ökonomin Christiane von Berg wies daraufhin, dass die Binnennachfrage gegen Jahresende ein Drei-Jahres-Hoch erreichte. Die Importe an Gütern und Dienstleistungen legten kräftig zu: “Dies bremste das US-Wachstum im vierten Quartal, dürfte aber gleichzeitig die Konjunkturdynamik der US-Handelspartner spürbar gestützt haben.”

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