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Wirtschaftsnachrichten

US-Wirtschaft bricht "nur" um 31,7 Prozent ein - Hohe Arbeitslosigkeit

A U.S. Dollar banknote is seen in this illustration taken May 26, 2020. REUTERS/Dado Ruvic/Illustration

Washington (Reuters) - Die US-Wirtschaft ist im Frühjahr etwas weniger stark abgestürzt als bislang angenommen.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging im zweiten Quartal auf das Jahr hochgerechnet um 31,7 Prozent zurück, wie das Handelsministerium in Washington am Donnerstag in einer zweiten Schätzung mitteilte. Eine erste Schätzung hatte noch ein Minus von 32,9 Prozent ergeben. Trotz der leichten Aufwärtskorrektur bleibt der schwerste Konjunktureinbruch seit mindestens 73 Jahren, da sowohl der Konsum als auch die Exporte und die Investitionen stark zurückgingen.

Wie schnell die weltgrößte Volkswirtschaft wieder auf die Beine kommt, hängt nicht zuletzt von der Entwicklung der Arbeitslosigkeit ab. Vergangene Woche meldeten sich erneut mehr als eine Million Amerikaner arbeitslos. Auch wenn das rund 100.000 weniger waren als in der Woche davor, bleibt die Zahl außergewöhnlich hoch. Die US-Notenbank Fed kündigte eine neue Strategie an, um wieder Vollbeschäftigung zu erreichen.

Der Konsum, eine der tragenden Säulen der Konjunktur, brach wegen der Kontaktbeschränkungen und der Massenarbeitslosigkeit im Frühjahr um 34,1 Prozent ein. Die Exporte stürzten wegen der weltweiten Rezession um 63,2 Prozent ab. Auch die Investitionen litten massiv unter den Folgen der Pandemie.

Ökonomen sehen die weltgrößte Volkswirtschaft inzwischen aber wieder auf Wachstumskurs. “Nach dem Einbruch im April hat die US-Wirtschaft seit Mai wieder deutlich zugelegt”, heißt es in einer Analyse der Commerzbank. “Die zwischenzeitliche zweite Welle an Neuinfektionen im Juni/Juli hat die Erholung nur verlangsamt, aber nicht zum Stillstand gebracht.”

Die wirtschaftliche Entwicklung der kommenden Wochen kann den Ausgang der Präsidentschaftswahl am 3. November beeinflussen. US-Präsident Donald Trump hat wegen der Massenarbeitslosigkeit an Popularität eingebüßt und liegt in den Meinungsumfragen derzeit deutlich hinter seinem Herausforderer Joe Biden von der Demokratischen Partei.

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