May 30, 2018 / 1:52 PM / 3 months ago

US-Wirtschaftsmotor dreht langsamer - Jobmarkt brummt weiter

Washington (Reuters) - Die US-Konjunktur hat sich im Winter etwas stärker abgekühlt als gedacht.

Containers are seen at the port in San Pedro, California, U.S., March 22, 2018. REUTERS/Bob Riha, Jr.

Zwischen Januar und März stieg das Bruttoinlandsprodukt(BIP) nur noch mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 2,2 Prozent, wie das Handelsministerium am Freitag auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. In einer ersten Schätzung war ein Plus von 2,3 Prozent genannt worden. Grund für das schwächere Wachstum war hauptsächlich, dass die Verbraucher nicht ganz so ausgabefreudig waren wie zunächst ermittelt. Der Konsum macht mehr als zwei Drittel des BIP aus. Ende 2017 war die Wirtschaft zwischen New York und Los Angeles noch um 2,9 Prozent gewachsen.

Trotz der konjunkturellen Abkühlung steuert die US-Notenbank Federal Reserve auf eine baldige Zinserhöhung zu - auch weil der Arbeitsmarkt weiter brummt. Im Mai schufen die Firmen 178.000 Stellen, wie der Personaldienstleister ADP mitteilte. Im April waren es revidierten Zahlen zufolge nur 163.000. Einer Faustregel zufolge reichen rund 100.000 Stellen pro Monat aus, um mit dem Bevölkerungswachstum Schritt zu halten.

Bei den ADP-Zahlen sind die staatlichen Stellen allerdings noch nicht mit eingerechnet. Der am Freitag anstehende Arbeitsmarktbericht erfasst auch diese Jobs und wird laut Experten voraussichtlich ein Stellenplus von 188.000 ausweisen. Dies dürfte der Fed neue Argumente an die Hand geben, den geldpolitischen Schlüsselsatz Mitte Juni auf eine Spanne von dann 1,75 bis 2,0 Prozent zu hieven - auch um eine Überhitzung der Wirtschaft zu verhindern. US-Präsident Donald Trump will das BIP-Wachstum mit seiner Steuerreform auf mindestens drei Prozent hochtreiben.

Trotz steigender Zinsen rechnen Experten erst für Anfang nächsten Jahrzehnts mit steigenden Rezessionsrisiken in den USA. In einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters unter mehr als 100 Volkswirten wird die Wahrscheinlichkeit, dass es binnen zwei Jahren zu einem Wirtschaftseinbruch kommt, im Mittel auf 31 Prozent taxiert. Binnen zwölf Monaten wird die Gefahr einer schrumpfenden Wirtschaftsleistung auf 15 Prozent geschätzt.

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