October 5, 2011 / 6:49 AM / 9 years ago

US-Bank BNY Mellon wegen Wechselkurs-Betrugs angeklagt

Blick auf die Fassade der New Yorker Firmenzentrale von BNY Mellon am 19. Januar 2011. REUTERS/Brendan McDermid

New York (Reuters) - Wegen Milliardenbetrugs hat die New Yorker Staatsanwaltschaft Klagen gegen die Bank BNY Mellon eingereicht.

Dem US-Institut werde vorgeworfen, Kunden über zehn Jahre lang bei Devisengeschäften getäuscht zu haben, teilten Manhattans Staatsanwalt Preet Bharara und der New Yorker Generalstaatsanwalt Eric Schneiderman in getrennten Erklärungen am Dienstag mit. Schneiderman will demnach für die Geschädigten fast zwei Milliarden Dollar eintreiben. Zu den betrogenen BNY-Mellon-Kunden gehörten viele bekannte Firmen wie beispielsweise Microsoft und Walt Disney sowie Pensionsfonds und Regierungsorganisationen.

BNY Mellon hat den Klagen zufolge ihre Kunden bei Wechselkursen in die Irre geführt, die bei bestimmten Devisengeschäften zugrundegelegt wurden. Die Bank habe den bestmöglichen Wechselkurs versprochen, bei den Transaktionen tatsächlich aber einen schlechteren geltend gemacht. Die Differenz habe die Bank dann für sich verbucht.

Ein Sprecher der BNY Mellon wies die Vorwürfe zurück und erklärte, sie beruhten auf einem generellen Missverständnis des Devisenmarktes und der Rolle von Depotbanken.

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