June 19, 2018 / 10:32 AM / 6 months ago

DIHK warnt - US-Handelsstreit mit China trifft auch deutsche Firmen

File photo of Hapag Lloyd containers stacked at the shipping terminal Altenwerder in the harbour of Hamburg, October 14, 2014. German business sentiment darkened in October for a sixth month running, hitting its lowest level in almost two years which suggests that Europe's largest economy could be in for a bumpy ride in the fourth quarter. The Munich-based Ifo think-tank's business climate index, based on a monthly survey of some 7,000 firms, fell October 27, 2014, to 103.2 from 104.7 the previous month. REUTERS/Fabian Bimmer/Files (GERMANY - Tags: BUSINESS)

Berlin (Reuters) - DIHK-Chef Eric Schweitzer hat angesichts der drohenden Eskalation im Handelsstreit zwischen den beiden weltweit führenden Wirtschaftsmächten USA und China vor Gefahren für Deutschland gewarnt.

“Es ist fünf vor Zwölf: Wenn das zur Disposition stehende Handelsvolumen von mehreren hundert Milliarden Dollar tatsächlich mit neuen Zöllen belegt wird, kommt auch die deutsche Wirtschaft alles andere als ungeschoren davon”, warnte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages am Dienstag gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

Schweitzer verweis auf die vielen deutschen Unternehmen, die sowohl in den Vereinigten Staaten als auch China engagiert sind. “Sie beschäftigen in beiden Wirtschaftsräumen jeweils annähernd eine Millionen Menschen in ihren Betrieben”, erklärte er. Viele ihrer Produkte würden dabei auch über den Pazifik hinweg gehandelt. Diesen Unternehmen drohten nun schwere Behinderungen.

Aber auch dem Welthandelssystem drohe Schaden. “Unsere Wirtschaft profitiert vom globalen Handel – wie auch die USA und China”, betonte er. “Am Ende werden alle Produkte einfach teurer, ohne dass irgendjemand davon einen Mehrwert hätte”. Die Welt brauche nicht mehr und höhere Zölle, sondern weniger Zölle und Handelsbarrieren sowie mehr gemeinsame Spielregeln für guten und fairen Handel. “In Europa müssen wir deshalb viel mehr für offene Märkte eintreten”.

US-Präsident Donald Trump hatte am Montag angekündigt, weitere Warenimporte seines Landes aus der Volksrepublik im Umfang von 200 Milliarden Euro mit Zöllen in Höhe von zehn Prozent zu belegen, sollte die Regierung in Peking ihre geplanten Vergeltungszölle für vorherige US-Importaufschläge umsetzen. China hatte das mit der Drohung weiterer Gegenmaßnahmen beantwortet. Damit droht sich die Zollschraube im Handel zwischen den Ländern immer rascher zu drehen.

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