October 31, 2019 / 7:51 AM / in 15 days

USA und China suchen nach geeignetem Ort für Deal im Handelsstreit

Chinese and U.S. flags flutter near The Bund, before U.S. trade delegation meet their Chinese counterparts for talks in Shanghai, China July 30, 2019. REUTERS/Aly Song

- von Keith Zhai und Hallie Gu und Tim Ahmann

Washington/Singapur/Peking (Reuters) - Die USA und China suchen nach einem geeigneten Ort, um eine vorläufige Vereinbarung im Handelsstreit zu unterzeichnen.

US-Präsident Donald Trump twitterte am Donnerstag, es werde dazu bald Neuigkeiten geben. Er und sein chinesischer Amtskollege Xi Jinping würde den Deal dann unterschreiben. Am Mittwoch hatte die US-Regierung bereits mitgeteilt, nicht von einer Verzögerung durch die Absage des eigentlich in Chile geplanten Asien-Pazifik-Gipfels (APEC) auszugehen. Der erste Teil einer Vereinbarung mit der Volksrepublik soll weiterhin im November unterzeichnet werden. Bislang war dies am Rande des APEC-Treffens in Santiago vorgesehen. Der Gipfel wurde aber wegen der anhaltenden Proteste in Chile abgesagt.

In dem Handelsstreit überziehen sich die beiden größten Volkswirtschaften der Welt seit über einem Jahr gegenseitig mit milliardenschweren Sonderzöllen. Auch Deutschland und viele andere Staaten spüren die Auswirkungen davon. Zuletzt hatten sich die USA und China aber angenähert. In der “Phase 1” sollen laut US-Angaben unter anderem die Themen geistiges Eigentum, Währungsfragen und Finanzdienstleistungen geklärt werden.

Ausgemachte Sache ist ein Deal aber noch nicht. Die Agentur Bloomberg berichtete, chinesische Regierungsvertreter zeigten sich skeptisch, ob mit Trump eine langfristige Einigung möglich sei. Sie seien besorgt wegen Trumps impulsiver Art, der jederzeit Vereinbarungen wieder zurückziehen könne.

Auch ganz konkret im Agrarbereich gibt es in der Volksrepublik Vorbehalte. Der Chef der einflussreichen Chinesischen Handelskammer für den Im- und Export von Lebensmitteln (CFNA), Cao Derong, stellte infrage, ob China sich dazu verpflichten sollte, pro Jahr Landwirtschaftserzeugnisse aus den USA im Volumen von 40 bis 50 Milliarden Dollar zu kaufen. Diese Zielmarke sei sehr hoch und könne nicht garantiert werden, sagte er am Rande eines Wirtschaftsforums in Singapur. Die Regierung in Peking könne stattdessen Sonderzölle zurücknehmen, mit denen sie im Zuge des Handelskonflikts US-Agrarprodukte belegt habe.

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