October 30, 2018 / 6:09 AM / 22 days ago

Trump droht China vor Gipfeltreffen mit weiteren Zöllen

FILE PHOTO: FILE PHOTO: U.S. President Donald Trump delivers his speech as he and China's President Xi Jinping meet business leaders at the Great Hall of the People in Beijing, China, November 9, 2017. REUTERS/Damir Sagolj/File Photo - RC14E55F28A0/File Photo

Shanghai (Reuters) - US-Präsident Donald Trump hat im Handelsstreit mit China mit der Androhung neuer Strafzölle abermals den Druck erhöht.

Er erwarte einen “großartigen Deal” mit China, sagte Trump dem US-Fernsehsender Fox am Montag. Das sei auch nötig, denn China habe sein Land ausgepresst. “Und ich habe 267 Milliarden Dollar, die warten, wenn wir keinen Deal machen können”, fügte Trump hinzu. Der US-Präsident hat wiederholt mit Importabgaben auf chinesische Produkte in diesem Volumen gedroht. Eine mit den Überlegungen der US-Regierung vertraute Person sagte Reuters, es könne bald Bewegung hin zu weiteren Zöllen geben. Es wird erwartet, dass sich Trump mit Chinas Präsident Xi Jinping beim G20-Gipfel in Buenos Aires trifft, der vom 30. November bis 1. Dezember stattfindet.

Trump sagte in dem Interview weiter, er würde jetzt schon gerne ein Abkommen mit China schließen. Dazu sei China allerdings noch nicht bereit. Der US-Präsident führte diese Bemerkung nicht weiter aus. Die USA haben bereits Zölle im Volumen von 250 Milliarden Dollar gegen China verhängt. Die Volksrepublik reagierte mit Strafzöllen auf US-Güter im Wert von 110 Milliarden Dollar. Trump hat wiederholt damit gedroht, sämtliche China-Importe mit Zöllen zu belegen.

Diese Maßnahme könnte Anfang Dezember in Kraft gesetzt werden, wenn das Treffen von Trump mit Xi keine Entspannung im Handelsstreit bringe, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider. Eine endgültige Entscheidung sei noch nicht getroffen, die US-Behörden bereiteten sich jedoch auf dieses Szenario vor. US-Präsidialamtssprecherin Sarah Sanders sagte dazu, sie wolle dem Treffen der beiden Staatschefs nicht vorgreifen. “Ich hoffe, es verläuft gut.” Eine andere Regierungssprecherin erklärte, es gebe “gegenwärtig nichts Neues” zu den Maßnahmen gegen China.

Das Pekinger Außenministerium teilte am Dienstag mit, es gebe bereits seit längerem Vorbereitungen für Gespräche mit den USA auf allen Ebenen. Auch eine Begegnung von Trump und Xi in Argentinien sei möglich. Das Ministerium betonte, China akzeptiere aber nur eine für beide Seiten fruchtbare Zusammenarbeit mit den USA. Wenn sich die Regierung in Washington darauf nicht einlasse, sei China zuversichtlich, seine Entwicklung und seine Reformen auch so vorantreiben zu können.

Der Handelsstreit der beiden größten Volkswirtschaften der Welt ist in den vergangenen Monaten immer weiter eskaliert. Trump ist vor allem der chinesische Handelsüberschuss ein Dorn im Auge. Er wirft den Chinesen zudem subventionierte Überkapazitäten, Dumpingpreise, Diebstahl geistigen Eigentums und unfaire Handelspraktiken vor. Die Führung in Peking weist dies zurück und beschuldigt die Vereinigten Staaten der “Handels-Tyrannei”. Der Konflikt lastet am Dienstag auf Europas Börsen. Bei einer weiteren Eskalation werden schwere Folgen für die Weltwirtschaft befürchtet.

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