November 28, 2018 / 6:21 AM / 15 days ago

Abendessen von Xi und Trump soll Entscheidung über Zölle bringen

U.S. President Donald Trump pumps his fist as he speaks at a campaign rally for Republican U.S. Senator Cindy Hyde-Smith in Tupelo, Mississippi, U.S. November 26, 2018. REUTERS/Kevin Lamarque

Washington (Reuters) - US-Präsident Donald Trump hält nach offiziellen Angaben an Plänen für weitere Strafzölle gegen China fest, sollte ein Treffen mit seinem chinesischen Kollegen Xi Jinping am Samstagabend keinen Durchbruch bringen.

Das Abendessen während des G20-Treffens im argentinischen Buenos Aires werde als Möglichkeit gesehen, im Handelsstreit mit China “das Blatt zu wenden”, sagte Trumps Wirtschaftsberater Larry Kudlow am Dienstag. Bisher sei Trump allerdings enttäuscht von der chinesischen Reaktion.

Chinas Botschafter in Washington, Cui Tiankai, mahnte eine wirtschaftliche Kooperation der beiden weltgrößten Volkswirtschaften an. Sollten Hardliner in den USA einen Keil zwischen die beiden Länder treiben, hätte dieses fatale Folgen. “Die Lektionen der Geschichte sind noch spürbar. Im vergangenen Jahrhundert gab es zwei Weltkriege und dazwischen die Weltwirtschaftskrise... Diese Dinge sollten sich nicht wiederholen, daher sollten die Menschen verantwortungsvoll handeln.” China wolle keinen Handelskrieg mit den USA.

Für eine Einigung mit China müssten aber “bestimmte Bedingungen erfüllt werden”, sagte Kudlow weiter. Diese beträfen unter anderem den Diebstahl intellektuellen Eigentums, erzwungenen Technologie-Transfer und die Niederlassungen von US-Unternehmen in China. Die Volksrepublik habe bisher nicht zu erkennen gegeben, dass sie ihre Haltung ändere. “Präsident Xi hat die Gelegenheit, den Ton und den Gehalt der Gespräche zu ändern - wir müssen nun wissen, ob Präsident Xi offen dafür ist.”

Gebe es keine Fortschritte, sei Trump bereit, die Zölle auf chinesische Waren im Wert von 200 Milliarden Dollar auf 25 Prozent von bisher zehn Prozent zu erhöhen, ergänzte Kudlow. Zudem könnten weitere Importe im Wert von 267 Milliarden Dollar mit Zöllen belegt werden.

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