February 1, 2019 / 7:00 AM / 21 days ago

Trump will mit Xi "größten Handelsdeal aller Zeiten" abschließen

U.S. President Donald Trump, U.S. Secretary of State Mike Pompeo, U.S. President Donald Trump's national security adviser John Bolton and Chinese President Xi Jinping attend a working dinner after the G20 leaders summit in Buenos Aires, Argentina December 1, 2018. REUTERS/Kevin Lamarque

Washington (Reuters) - US-Präsident Donald Trump will den Handelsstreit mit China bei einem neuen Gipfeltreffen mit seinem Amtskollegen Xi Jinping beilegen.

Bei einem Treffen mit dem chinesischen Vize-Ministerpräsidenten Liu He sagte er am Donnerstag im Weißen Haus, er sei zuversichtlich dass die beiden größten Volkswirtschaften der Welt “den größten Deal aller Zeiten” erreichen könnten. Auch China zeigte sich optimistisch und sprach von substanziellen Fortschritten, die bei den zweitägigen Verhandlungen in Washington erreicht worden seien. Liu zufolge will sich China zum verstärkten Import von US-Sojabohnen verpflichten - eine Nachricht die nach Ansicht Trumps amerikanische Bauern “sehr glücklich” machen wird.

In vielen landwirtschaftlich geprägten Bundesstaaten im Mittleren Westen hat Trump eine große Wählerbasis. Allerdings wurden insbesondere die Sojabohnen-Bauern während des Handelsstreits mit China auf eine harte Probe gestellt, da die Exporte in die Volksrepublik einbrachen. Eine Vereinbarung Trumps mit der EU sorgte zumindest für Entlastung. Darin versprachen die Europäer, mehr US-Sojabohnen kaufen zu wollen.

Laut der chinesischen Delegation will die Volksrepublik auch verstärkt in den Bereichen Energie, Dienstleistungen und Industrie ihre Importe aus den USA hochfahren. Allerdings gibt es bei den Handelsgesprächen noch Klippen zu überwinden - etwa US-Sorgen über erzwungenen Technologietransfer oder Industrie-Subventionen, die chinesische Billigangebote auf dem Weltmarkt ermöglichen.

Ein konkreter Termin für das Treffen der Präsidenten der beiden größten Volkswirtschaften der Welt wurde noch nicht genannt. Die chinesische Delegation schlug einem Zeitungsbericht zufolge eine Zusammenkunft noch in diesem Monat vor, vor Ablauf des zwischen Trump und Xi vereinbarten “Burgfriedens Anfang März. Trump kündigte gegenüber Liu aber an, dass Finanzminister Steven Mnuchin und der Handelsbeauftragte Robert Lighthizer Mitte Februar zu weiteren Verhandlung nach Peking reisen würden. Ende Februar wird auch ein zweites Treffen von Trump mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un zur Lösung des Atomstreits an einem Ort in Asien erwartet.

Zuvor hatte sich Trump strikt gegen eine Verlängerung der Handelsgespräche über die vereinbarte 90-Tages-Frist ausgesprochen. Das zwischen Trump und Xi bei ihrem Treffen in Buenos Aires Anfang Dezember vereinbarte Zieldatum für ein Ergebnis sei für Trump eine “harte Frist”, erklärte das Präsidialamt. Sollte es bis zum 2. März keine Einigung im Handelsstreit geben, werde die US-Regierung wie angekündigt, die Einfuhrzölle auf chinesische Produkte anheben. Geplant ist eine Anhebung auf 25 von bislang zehn Prozent für Güter im Wert von 200 Milliarden Dollar. Laut Lighthizer ist es noch zu früh, um einen Erfolg der Verhandlungen vorherzusagen, doch nach seiner Einschätzung “könnte es klappen”.

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