June 27, 2019 / 12:31 PM / in 23 days

Xi und Trump offenbar vor Burgfrieden im Handelsstreit - Knackpunkt Huawei

U.S. President Donald Trump and China's President Xi Jinping shake hands after making joint statements at the Great Hall of the People in Beijing, China, November 9, 2017. Damir Sagolj: "It's one of those "how to make a better or at least different shot when two presidents shake hands several times a day, several days in row". If I'm not mistaken in calculation, presidents Xi Jinping of China and Donald Trump of the U.S. shook their hands at least six times in events I covered during Trump's recent visit to China. I would imagine there were some more handshakes I haven't seen but other photographers did. And they all look similar - two big men, smiling and heartily greeting each other until everyone gets their shot. But then there is always something that can make it special - in this case the background made of U.S. and Chinese flags. They shook hands twice in front of it, and the first time it didn't work for me. The second time I positioned myself lower and centrally, and used the longest lens I have to capture only hands reaching for a handshake." REUTERS/Damir Sagolj/File Photo SEARCH "POY TRUMP" FOR THIS STORY. SEARCH "REUTERS POY" FOR ALL BEST OF 2017 PACKAGES. TPX IMAGES OF THE DAY

Peking (Reuters) - Vor dem Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping beim G20-Gipfel machen Meldungen über einen möglichen Burgfrieden im Handelsstreit die Runde.

Eine vorläufige Vereinbarung sehe vor, dass die USA vorerst auf angedrohte Zölle auf zusätzliche chinesische Waren im Volumen von 300 Milliarden Dollar verzichteten, berichtete die “South China Morning Post” am Donnerstag unter Berufung auf Insider. Details sollten in separaten Pressemeldungen veröffentlicht werden, meldete das in Hongkong erscheinende Blatt. Das Treffen der beiden Präsidenten sei allerdings davon abhängig, dass Washington der vorläufigen Vereinbarung auch zustimme.

Auf den Bericht angesprochen, sagte ein Sprecher des Handelsministeriums in Peking: “Wir begrüßen Maßnahmen, die beim Umgang mit Differenzen helfen und eine Eskalation der Spannungen verhindern.” Der Sprecher forderte die USA zugleich auf, umgehend Sanktionen gegen chinesische Firmen “einschließlich Huawei” zu streichen. Laut “Wall Street Journal” verknüpft die Regierung in Peking eine Beilegung des Handelsstreits mit der Forderung, dass die USA das Verkaufsverbot gegen den chinesischen Netzwerkausrüster Huawei aufheben.

Die US-Regierung hat Huawei auf eine schwarze Liste gesetzt, weil sie befürchtet, die Technologie des Smartphone-Herstellers könnte zur Spionage verwendet werden. Damit ist es US-Firmen untersagt, mit dem chinesischen Unternehmen Geschäfte zu tätigen. Huawei weist die Vorwürfe zurück.

VERWEIS AUF US-WAHL

Nach US-Angaben sollen Trump und Xi am Rande des G20-Gipfels im japanischen Osaka am Samstag Handelsgespräche führen. Trump hatte am Mittwoch erklärt, ein Handelsabkommen mit Xi sei möglich. Sollten beide Seiten aber weiterhin nicht zusammenfinden, sei er darauf vorbereitet, US-Zölle auf praktisch alle chinesischen Importe zu verhängen, die bislang noch nicht mit zusätzlichen Abgaben belegt worden seien.

Die Chancen für einen Burgfrieden stünden jedoch nicht schlecht, sagte Frank Häusler, Chef Anlagestratege des Vermögensverwalters Vontobel. Schließlich wolle Trump im kommenden Jahr wiedergewählt werden. “Für ihn ist es deshalb wichtig, einen Erfolg im Handelsstreit zu präsentieren.” Trump wirft der Volksrepublik unfaire Handelspraktiken vor und hat mit weiteren Maßnahmen gedroht. Die beiden weltgrößten Wirtschaftsmächte haben sich bereits gegenseitig mit Sonderzöllen überzogen, was die globale Konjunktur bremst.

Das auf der Basis von Logistik-Daten erhobene Global Trade Barometer (GTB) der Post-Tochter DHL deutet mit einem Minus von acht Punkten auf einen leichten Rückgang des Welthandels für die kommenden drei Monate hin. Der Indikator ging deutlich zurück. Sowohl die Indexwerte für See- als auch für Luftfracht verschlechterten sich. Den höchsten Rückgang eines einzelnen Landes verbuchten dabei die USA, hier sank der Ausblick um elf Punkte. Grund seien negative Erwartungen für die wichtigsten Exportkategorien. China verbuchte ein Minus von sieben Punkten. Rückläufige Importe und nur schwaches Exportwachstum seien der Hintergrund. Der Indexwert für Deutschland sank nur minimal.

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