February 6, 2020 / 6:25 AM / in 2 months

Tauwetter im Handelskonflikt China/USA - Peking halbiert Zölle

A U.S. dollar banknote featuring American founding father Benjamin Franklin and a China's yuan banknote featuring late Chinese chairman Mao Zedong are seen among U.S. and Chinese flags in this illustration picture taken May 20, 2019. Picture taken May 20, 2019. REUTERS/Jason Lee/Illustration

Peking/Washington (Reuters) - Im Handelsstreit zwischen den USA und China mehren sich die Zeichen der Entspannung.

Rund drei Wochen nach einer ersten Einigung mit den USA hat Peking am Donnerstag die Halbierung unlängst verhängter Zölle auf einige US-Importwaren angekündigt. Wenig später erklärte US-Finanzminister Steven Mnuchin, er gehe davon aus, dass China trotz des Ausbruchs der Coronavirus-Krise zu seiner Zusage stehen werde, binnen zwei Jahren zusätzlich amerikanische Güter und Dienstleistungen im Volumen von mindestens 200 Milliarden Dollar zu kaufen. Er erwarte, dass das kürzlich erzielte Abkommen wie geplant umgesetzt werde.

Die USA und China hatten Mitte Dezember eine erste Vereinbarung zur Beilegung ihres monatelangen Handelsstreits erzielt. China sagte dabei unter anderem zu, für die Einfuhr größerer Mengen an US-Waren zu sorgen. Experten gingen davon aus, dass die Volksrepublik dafür Zölle unter anderem auf Sojabohnen und Rohöl senken müsste.

In China zieht die Viruskrise immer weitere Kreise: An den Folgen des Coronavirus sind in der Volksrepublik bereits mehr als 560 Menschen gestorben. Insidern zufolge erwägt die Regierung in Peking eine Absenkung des angestrebten Wachstumsziels für 2020 von sechs Prozent - auch wegen der wirtschaftlichen Folgen der Viruskrise.

CHINAS WIRTSCHAFT UNTER DRUCK

Viele Ökonomen halten das Ziel für ohnehin zu hoch gegriffen. Die Krise trifft die auch vom Handelskonflikt mit den USA geschwächte Wirtschaft der Volksrepublik zusätzlich, die sich vom Turbowachstum früherer Jahre längst verabschiedet hat.

Die jüngste Entspannung im Handelsstreit könnte der Führung in Peking nun vor diesem Hintergrund sehr gelegen kommen. Das Finanzministerium in Peking erklärte, Zölle auf gut 1700 US-Produktgruppen sollten ab dem 14. Februar je nach Warenart von zehn auf fünf beziehungsweise von fünf auf 2,5 Prozent gesenkt werden. Für welche Güter mit welchem Handelsvolumen dies gilt, blieb zunächst unklar. Die Abgaben waren am 1. September in Kraft getreten.

Die Regierungen in Peking und Washington hatten sich in ihrem Handelsstreit gegenseitig mit Zöllen überzogen. Bei der Teileinigung sagte China zu, im Gegenzug für Zollsenkungen der USA den Bezug von US-Produkten und -Dienstleistungen binnen zwei Jahren um 200 Milliarden Dollar zu steigern.

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